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Kolumne Philipp LoserFrederick, hilf!

Wie wird der Winter? Vermutlich nicht so schön. Unser Kolumnist tröstet sich mit einem Kinderbuch – und verzichtet ausnahmsweise aufs Austeilen politischer Tatzen.

Es war an einem Strand in der Maremma, der Tag fast zu Ende. Wellengeräusche, die Kinder selbstvergessen im Sand, das Peroni kalt und das Licht von jener goldenen Kitschigkeit, die einen seufzen lässt.

Klassischer Frederick-Moment, sagte der Freund und schaute aufs Meer hinaus. «Nimm ihn mit.»

Das Kinderbuch «Frederick» ist über fünfzig Jahre alt und erzählt die Geschichte einer Feldmaus, die sich weigert, für den Winter Nüsse und Beeren zu sammeln. Stattdessen sitzt Frederick auf einem Stein und schaut in die Ferne. Als ihn die anderen Mäuse fragen, warum er ihnen nicht hilft, sagt er, er sammle die Sonnenstrahlen, die Farben und die Wörter. Als der Winter dann da ist, kalt und erbarmungslos, und der Essensvorrat schwindet, holt Frederick seinen eigenen Vorrat an schönen Dingen hervor und hilft damit allen durch den Winter.

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