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52-Jähriger empfing Polizist mit geladener Pistole – Strafe verschärft

Er richtete eine geladene Waffe auf einen Stadtpolizisten, der ihm einen Zahlungsbefehl zustellen wollte. Die Staatsanwältin spricht von «krankem Verhalten», der Beschuldigte beteuert Notwehr. Das Obergericht wiederum kam zu einem eigenen Schluss.

Der Beschuldigte richtete eine geladene Pistole auf einen Stadtpolizisten. Symbolbild: Keystone

War es Notwehr oder Drohung? An einem Donnerstag im Mai 2015 suchten zwei Stadtpolizisten einen Winterthurer in seiner Parterrewohnung im Lindquartier auf. Sie wollten ihm einen Zahlungsbefehl zustellen. Die beiden in zivil gekleideten Beamten klingelten zuerst an der Haustür. Als niemand antwortete, ging ein Polizist in den Garten des Mehrfamilienhauses, rief mehrmals nach dem Gesuchten und klopfte an die offen stehende Terrassentüre. Er ging weiter, bis er vom Fenster aus in ein Bürozimmer blickte. Der Gesuchte sass dort an seinem Pult und erwartete den Polizisten mit einer auf ihn gerichteten Pistole. Wer er sei und was das solle, wollte er wissen.

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