Unterstammheim

54 Stunden für den Halbstundentakt

Damit die S29 künftig alle halbe Stunde durch Stammheim fahren kann, muss der Bahnhof ausgebaut werden. Dieses Wochenende wurde die neue Unterführung erstellt.

Die neue Unterführung nimmt Form an.
Video: Video: Silvana Schreier, Schnitt: Fabian Röthlisberger

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Der Autokran hebt das rechteckige Betonelement hoch. Vorsichtig und unter ständiger Anleitung der Bauarbeiter zirkelt der Kranführer das mehr als drei Meter hohe und fast fünf Meter breite Teil durch die Luft und zwischen den Bahnstromleitungen hindurch. Etwas mehr als zwei Stunden dauert es, bis alle vier Elemente im Boden verschwunden sind. Die 125 Tonnen Beton bilden die neue Personenunterführung am Bahnhof Stammheim.

Planung ist die halbe Miete

Am Freitag um zehn Uhr abends haben die rund 30 Bauarbeiter mit dem Ausbau des Stammheimer Bahnhofs begonnen. Bis am Montag um vier Uhr morgens müssen die Arbeiten abgeschlossen sein: Neben dem Bau der Personenunterführung erneuern die SBB gleich noch die Gleise, den Schotter und zwei Weichen, die ihren Zenit überschritten haben.

«Bis jetzt sind wir unserem Zeitplan voraus.»

Anton Suter, Oberbauleiter des Projekts

Damit die Stammheimer am Montagmorgen wieder wie gewohnt den Zug anstelle des Bahnersatzbusses besteigen können, leisteten die SBB mit den Bauunternehmern viel Vorarbeit: «Je besser man plant, umso besser läuft es», sagt Anton Suter, Oberbauleiter des Projekts. Nachdem alle Betonelemente an ihren Platz gehoben und von aussen abgedichtet wurden, wird ein Teil des 500 Kubikmeter Erdmaterials, das zuvor ausgehoben wurde, wieder zurückgeschüttet. Suter: «Bis jetzt sind wir unserem Zeitplan voraus.»

Der Ausbau in Stammheim kostet rund 13 Millionen Franken. «Dieser Betrag sollte eingehalten werden. Auch wenn der Bau des Aufgangs aus der Personenunterführung auf der Seite des Bahnhofgebäudes vermutlich etwas teurer wird», sagt Suter. Grund dafür ist die Rampe, die aus Platzgründen im Zickzack neben der Treppe gebaut werden muss. Trotz dieser Planänderung sollte die Unterführung bis anfangs Juli fertiggestellt sein.

Bahnhof wird zur Kreuzung

Das Ende der Bauarbeiten am Bahnhof Stammheim ist damit jedoch noch nicht erreicht. Die Erstellung des neuen Aussenperrons beginnt gleich im Anschluss. Der Bahnhof wird so zur Kreuzungsstation ausgebaut. Dies ist nötig, damit die Linie S29 künftig im Halbstundentakt zwischen Winterthur und Stein am Rhein verkehren kann. In den Sommerferien wird dann das Perron vor dem Bahnhofsgebäude erhöht, sodass die Passagiere künftig ebenerdig und stufenfrei in die S29 ein- und aussteigen können. (Der Landbote)

Erstellt: 12.03.2017, 15:35 Uhr

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