Winterthur

Ausfälle beim Polizeikader verzögern Sicherheitskonzept

Bei der SP spricht man von einer «Pleite desStadtrats»: Das erste städtische Sicherheitskonzept sollte eigentlich seit Jahren stehen. Nun wurde es erneut verschoben.

Die Geschäftsleitung der Stadtpolizei sei bereits zum Zeitpunkt der Volksabstimmung überlastet gewesen, schreibt der Stadtrat.

Die Geschäftsleitung der Stadtpolizei sei bereits zum Zeitpunkt der Volksabstimmung überlastet gewesen, schreibt der Stadtrat. Bild: Marc Dahinden

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Herbst 2012 wurde in Winterthur eine Stellenaufstockung bei der Stadtpolizei beschlossen, zum Abstimmungspäckli gehörte auch die Ausarbeitung des ersten Winterthurer Sicherheitskonzeptes. Dieses liegt auch viereinhalb Jahre später noch nicht vor.Wie der Stadtrat in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage schreibt, soll die Detailarbeit zum Sicherheitskonzept erst diesen Sommer starten. Bis zum fertigen Papier könnte es 2018 werden.

Das Sicherheitskonzept soll neben der klassischen Polizeiarbeit auch Tätigkeitsfelder wie Schule, Sozialarbeit und Quartierentwicklung umfassen.

Als Grund für die erneute Verzögerung nennt das Sicherheitsdepartement von Barbara Günthard-Maier (FDP) die Personalausfälle beim Polizeikader. Im Januar wurde bekannt, dass die Hälfte der Kaderangestellten krankgeschrieben ist, es kam zu zahlreichen Abgängen. Günthard hat zusammen mit Polizeikommandant Fritz Lehmann Sofortmassnahmen beschlossen. Bis diese umgesetzt sind, muss das Sicherheitskonzept warten – zum wiederholten Male.

Bereits in früheren Jahren gab es Probleme. Offenbar war die Geschäftsleitung der Stadtpolizei bereits zum Zeitpunkt der Volksabstimmung überlastet, das geht aus der Antwort des Stadtrats hervor. 2014 kündigte der damalige Projektleiter. Im Herbst 2015 wurde das Konzept extern evaluiert und dann gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stadtrat bereits den Plan gefasst, die vom Volk bewilligten Polizeistellen doch nicht aufzustocken und damit auch das Sicherheitskonzept sterben zu lassen. Doch vor einem Jahr stellte sich der Gemeinderat gegen den Stadtrat – die neuen Stellen und das Sicherheitskonzept müssen her. Getan hat sich aber auch seither nichts.

«Chaos im Departement»

Von «nacktem Chaos im Sicherheitsdepartement» und einer «erneuten Pleite des Stadtrats» spricht SP-Gemeinderat Fredy Künzler, der die Anfrage gestellt hat. «Dass der Stadtrat sechs Jahre für ein 40-seitiges Papier braucht, darf einfach nicht sein», sagt Künzler. (Landbote)

Erstellt: 20.04.2017, 21:35 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Werbung

KIWI

Kiwi Kinos Winterthur

Kommentare

Blogs

Ein Abschied, der Spuren hinterliess

Unfruchtbar und plötzlich doch schwanger

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.