Handball

Ein solider Auftritt reicht Pfadi

Ein äusserst solider Auftritt reicht Pfadi Winterthur zu einem ungefährdeten Sieg im Spitzenspiel gegen St. Otmar St. Gallen.

Peter Schramm war einer der Spieler, die der Offensive Pfadis ihren Stempel aufdrückten.

Peter Schramm war einer der Spieler, die der Offensive Pfadis ihren Stempel aufdrückten. Bild: Deuring Photography

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«Die schlauen Füchse kommen», hat Pfadi Trainer Adrian Brüngger vor dem Spiel gesagt. Doch von der routinierten St.Galler Rückraumachse Bo Spellerberg, Andrja Pendic und Rares Jurca überzeugte keiner richtig. Spellerberg lief sich in der offensiven Pfadi-Abwehr ein ums andere Mal fest und hatte am Schluss mehr als doppelt so viele technische Fehler als Tore in der Statistik. Eine äusserst bescheidene Bilanz für einen Spieler seines Kalibers. So wie fast die gesamte Leistung der St. Galler. Grund für diese schwachen Auftritt von Otmar war vor allem die starke Winterthurer 3:2:1 Deckung in den ersten 30 Minuten. «Wir haben eine Superabwehr gespielt in der ersten Halbzeit, nach 20 Minuten hat Otmar fast keinen Ball mehr aufs Tor gebracht», bilanziert Trainer Adrian Brüngger nach dem Spiel.

In der Offensive war es zuerst Topskorer Marvin Lier, der sich erfolgreich in Szene setzte. Er schoss drei der ersten vier Winterthurer Tore. Dann waren es vor allem Radovanovic und Schramm, die dem Angriffsspiel von Pfadi den Stempel aufdrückten. Die offensive Leistung war insgesamt gut, Brüngger spricht sogar von einer «Topleistung, aber wir sind in dummen Momenten zu grosse Risiken eingegangen.» Damit meint Brüngger auch die Fehlpässe im Gegenstoss, die sich die Pfader beim Stand von 8:6 in Unterzahl leisteten.

Die Folge? Otmar nutzte die Chance und drehte die Partie kurzzeitig zum 8:9. «Da haben wir sie zurück ins Spiel gebracht», sagte Brüngger. Es war dies jedoch die einzige St. Galler Führung in der ganzen Partie. Die Winterthurer liefen eigentlich nie Gefahr dieses Spiel zu verlieren, auch wenn es nicht gelang sich richtig abzusetzen. «Dafür sind wir noch nicht genug reif, wir wissen noch nicht, wann wir das Risiko gehen können und sollen», sagte Trainer Brüngger. Trotzdem war es ein ungefährdeter Sieg oder wie Brüngger sagt: «Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte.»

Ungewohnte Schwachstelle

Also alles gut bei Pfadi? Nicht ganz: Die Torhüterleistung war an diesem Abend bescheiden. Zusammen kamen Simon Schelling und Matthias Schulz auf sieben Paraden. Alle sieben gehen auf das Konto von Schelling. Es war die einzige Position, auf der St. Otmar Vorteile hatte. Die beiden Ex-Pfader Aurel Bringolf und Jonas Kindler parierten doppelt so viele Würfe wie das Winterthurer Duo. Eigentlich ungewohnt für Pfadi. «Bis anhin hatten wir immer sehr gute Torhüterleistungen, das letzte Spiel gewannen sie für uns ja fast im Alleingang», sagte Trainer Brüngger, angesprochen auf diese Statistik.

Die Schuld für diese schwache Leistung liegt jedoch nicht nur bei den Torhütern. Im zweiten Umgang hatten die Winterthurer grosse Mühe gegen die sieben St. Galler Angreifer. St .Otmar spielte ab der 28. Minute im Angriff konsequent ohne Torhüter, dafür mit einem Mann mehr. Und das relativ erfolgreich: Immer wieder gelang es den St. Gallern ihre Kreisläufer in gute Abschlusspositionen zu bringen. Pfadi war zwar auf diese Variante vorbereitet. «Wir hatten aber noch fast keinen Gegner in dieser Saison, der konsequent sieben gegen sechs spielte, da brauchen wir noch etwas Praxis», sagte Brüngger.

«Erfreuliche Entwicklung»

Trotz den kleinen Problemen in der zweiten Hälfte und im Tempogegenstoss befinde man sich auf dem richtigen Weg, glaubt Brüngger, es gebe bei jedem Spieler eine erfreuliche Entwicklung. Als erfreulich darf man auch den Saisonstart von Pfadi Winterthur einstufen, auch wenn Brüngger relativiert, dass es auch der Anspruch ist gegen Bern, Suhr Aarau und Otmar zu punkten.

Für Pfadi ist es bereits der neunte Sieg in Serie gegen St. Otmar St. Gallen. Dank diesem bleiben sie am verlustpunktlosen Leader HC Kriens – Luzern dran. Am nächsten Sonntag kommt es zum Spitzenkampf zwischen Pfadi und den Luzernern. „Sie haben ihre Stärke sicher in der Defensive, da müssen wir Lösungen finden“, so der Pfadi Trainer. Eine Leistung wie gestern gegen Otmar wäre da bestimmt hilfreich. Zuerst gastiert Pfadi aber noch in Bern. Am Mittwochabend reisen die Winterthurer zum Cupspiel gegen den BSV Bern Muri 2 aus der ersten Liga.

Erstellt: 22.09.2019, 21:27 Uhr

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Pfadi – St. Otmar St Gallen 32:29 (15:12)

Axa-Arena. – 913 Zuschauer. – SR Boshkoski/Stalder. – Torfolge: 1:0. 3:2, 4:4, 6:6, 8:6, 8:9, 11:9, 12:11, 15:12.(HZ) 16:14, 18:14, 19:17, 23:18, 27:21, 30:25, 31:28, 32:29. – Strafen: 5-mal 2 gegen Pfadi, 3-mal 2 gegen St. Otmar St. Gallen. – Pfadi: Schelling(7 Paraden. 30. - 49. Schulz, keine Parade); Quni, Ott, Pecoraro (2), Cohen (1), Dangers (5), Lier (7/4), Lukas Heer (1), Radovanovic (6), Jud (6), Bräm, Svajlen, Schramm (4). – St. Otmar St. Gallen: Bringolf (ab 51. Kindler, ); Spellerberg (3), Hörler (1), Fricker (3), Gwerder (1), Wüstner , Geisser (4), Rauch, Jurilj (1), Wetzel (4), Jurca (7), Höning, Pendic (5). – Bemerkungen: Pfadi ohne Vernier, Tynowski und Huber, St. Otmar ohne Kaiser (alle verletzt).

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