Aadorf

Noch keine Lösung fürs Grüngut

Da die Aadorfer Kläranlage ausgebaut wird, hat es dort ab Sommer keinen Platz mehr, um das Grüngut zu entsorgen. Eine erste Lösung ist nun kurzfristig gescheitert.

Vorerst bleibt die Aadorfer Sammelstelle fürs Grüngut auf dem Gelände der Kläranlage in Betrieb.

Vorerst bleibt die Aadorfer Sammelstelle fürs Grüngut auf dem Gelände der Kläranlage in Betrieb. Bild: Marc Dahinden

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Mitte August 2019 soll der Spatenstich für den Ausbau der Aadorfer Abwasserreinigungsanlage (ARA) Auwiese erfolgen. Dann muss der dortige Sammelplatz fürs Grüngut im Norden einem dritten Klärbecken weichen.

Die Gemeinde Aadorf hatte deshalb mit der Elgger Peter Briner AG, 300 Meter von der ARA entfernt, eine Abmachung getroffen, dass das Grüngut ab dem 1. Januar dort entsorgt werden kann. Allerdings für 20 Rappen pro Kilo, bisher war die Entsorgung gratis. Vor der Abstimmung über den Ausbau der ARA sorgte dies denn auch für verärgterte Voten, von Serviceabbau war vereinzelt die Rede. Doch die Abstimmung kam klar durch und somit auch die neue Lösung mit der Elgger Firma.

«Inakzeptable Gebühren»

Am Dienstag nun aber die Kehrtwende der Gemeinde. In einer Mitteilung schreibt sie: «Durch nicht geplante und sehr kurzfristige Veränderungen bei der Peter Briner AG muss die angedachte Variante nochmals überprüft werden.» Das Entsorgen des Grünguts hätte ursprünglich die Firma Werec AG, eine Tochterfirma der Peter Briner AG, übernehmen sollen. Warum das nun nicht klappt, dazu will sich das Unternehmen nicht äussern.

Der Aadorfer Gemeindepräsident Matthias Küng (CVP) spricht indes von einer inakzeptablen Gebührenerhöhung: «Pro Lieferung wäre ein Kleinmengenzuschlag von fünf Franken fällig geworden.» Davon sei man in der letzten Dezemberwoche überrascht worden, was die Kommunikation erschwert habe.

Eigener Platz zu teuer

Vorerst soll das Grüngut deshalb weiterhin bei der ARA Auwiese in Aadorf entsorgt werden dürfen. Bis im Sommer muss aber eine Lösung mit der Peter Briner AG gefunden werden. Möglich wäre laut Küng etwa, dass die Gemeinde die Entsorgungsfirma bei der Annahme personell unterstützt.

Wirkliche Alternativen in der Nähe gibt es hingegen nicht. Einen eigenen Platz zu bauen, wäre laut Küng zu teuer: «400 000 Franken hatte der bestehende Platz gekostet, eine absurd hohe Summe.»

Deshalb werde man sich nun noch einmal mit der Elgger Firma zusammensetzen, um eine Lösung zu finden. (Landbote)

Erstellt: 11.01.2019, 15:23 Uhr

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