Illnau-Effretikon

Unermüdlich im Dienst ihrer Nachbarn

Heidi Baltensberger und Ernst Freund erhalten von der Stadt einen Preis. Weil sie sich für alle engagieren.

Ernst Freund und Heidi Baltensberger erhalten den Anerkennungspreis der Stadt Illnau-Effretikon.

Ernst Freund und Heidi Baltensberger erhalten den Anerkennungspreis der Stadt Illnau-Effretikon. Bild: PD

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Als Heidi Baltensberger mit Turnen anfing, gab es in Kyburg noch keine Turnhalle. Sie war sieben Jahre alt und musste mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Turnverein aufs Sitzungszimmer im damaligen Gemeindehaus ausweichen.Mittlerweile hat Kyburg eine Turnhalle bekommen und die 47-Jährige turnt immer noch im Verein. Als 17-Jährige übernahm sie die Leitung der Jugendriege und steht ihr heute noch vor. Weil Leiter rar sind, hat sie in den letzten 30 Jahren also massgeblich dazu beigetragen, dass die Kyburger Kinder immer noch im Ort Sport treiben können.

Dafür soll sie vor der heutigen Sitzung des Grossen Gemeinderates geehrt werden. Sie erhält den diesjährigen Anerkennungspreis der Stadt Illnau-Effretikon für Personen und Gruppen, der mit total 5000 Franken dotiert ist. Die Kyburgerin will ihren Anteil für einen Anlass investieren, der sich «Übernachten in der Turnhalle» nennt. Die knapp 30 Mitglieder der Jugendriege kommen am späteren Nachmittag und Abend zusammen, spielen, essen gemeinsam einen Znacht, schlagen ihr Nachtlager in der Turnhalle auf und schauen sich auf der Leinwand bis Mitternacht noch einen Film an. An Schlaf sei dann jeweils kaum zu denken. «Um sechs Uhr in der Früh wird es dann endlich ruhig», sagt Baltensberger schmunzelnd.

Weil sie als Bäckerin-Konditorin in Weisslingen vorwiegend nachts arbeitet, habe sie am frühen Abend Zeit für die zwei Trainings, die sie pro Woche leitet. «Das ist bei den jungen Leuten schwieriger, die bis 17 Uhr arbeiten und dann zuerst noch nach Hause fahren müssen», sagt sie.

Ebenfalls einen Preis erhält der Ottiker Ernst Freund. Sein wohl bekanntestes Werk ist in der Adventszeit zu sehen. In der künstlichen Höhle an der Mannenbergstrasse stellt der 82-Jährige eine hölzerne Krippe mit Jesuskind und Laternen auf, in denen Kerzen brennen. Seit 20 Jahren gestaltet und pflegt er die Weihnachtsdekoration. Und dies, obwohl sie Vandalen regelmässig beschädigen.

Fasnachtszeitung gestaltet

Auch verfasst er seit fast 40 Jahren die Ottiker Fasnachtszeitung, in der aktuelle Themen aufs Korn genommen werden. Und schliesslich ist er Ehrenmitglied im Verkehrs- und Verschönerungsverein sowie in der Stadtjugendmusik. Anderen eine Freude zu machen, sei der Grund, weshalb er sich engagiere, lässt er sich in einer Mitteilung der Stadt zitieren. Für eine Stellungnahme war er in den letzten Tagen nicht zu erreichen.
Festaktheute um 18 Uhr im Foyer des Stadthaussaals.

(Der Landbote)

Erstellt: 13.06.2018, 17:28 Uhr

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Jugendförderungspreis

Zum vierten Mal verleiht die Stadt auch einen Jugendförderungspreis. Je 1500 Franken erhalten zwei Eishockeyspieler und ein Orientierungsläufer.
Der Effretiker Luca Müller steht seit dem vierten Lebensjahr auf den Schlittschuhen. Seine Karriere startete er beim EHC Illnau-Effretikon (EIE). Aktuell spielt er beim Erstligisten EHC Dübendorf, mit dem er in diesem Jahr Schweizer Meister wurde. Sein Hobby nimmt viel Zeit in Anspruch, denn er steht nur schon fürs Training vier Mal pro Woche auf dem Eis.
Auch der Illnauer Simon Wettstein begann als 5-Jähriger beim EIE. Aktuell ist er wie Müller beim EHC Dübendorf engagiert. Letztes Jahr erreichte er mit den Elite-A-Spielern der GCK Lions die Gold- und in diesem Jahr die Silbermedaille.
Der Illnauer Yannic Wild wurde bei der Zürcher Jugendmeisterschaft im Orientierungslauf erster. Seit 2010 trainiert er bei der OLG Wislig. 2017 schaffte er es beim Kyburg- und Silvesterlauf auf den ersten Platz in den Kategorien Junioren (10 km) respektive Schüler (2,7km).

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