Winterthur

Verfahren gegen Bettina Stefanini eröffnet

Gegen die Tochter des verstorbenen Sammlers wird ermittelt. Zudem gibt es weitere Neuigkeiten rund um den Fall Stefanini.

Bettina Stefanini soll den Stiftungsrat genötigt haben.

Bettina Stefanini soll den Stiftungsrat genötigt haben.

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Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft hat gegen Bettina Stefanini ein Strafverfahren wegen Nötigung eröffnet. Auslöser war eine Strafanzeige durch den ehemaligen Stiftungsrat der Stefanini-Stiftung Markus Brunner. Details zu den Ermittlungen nennt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage nicht: «Wie immer gilt in der jetzigen Phase des Verfahrens die Unschuldsvermutung.»

Die Anzeige wurde schon im Juni 2017 eingereicht. Dies geht aus Dokumenten hervor, welche mehreren Medien zugespielt wurden.

Auch Fehr wird genannt

Laut den Dokumenten wirft Markus Brunner Bettina Stefanini Nötigung und verschiedene «koordinierte Aktionen» gegen den eigenen Vater und den damaligen Stiftungsrat vor. Genannt werden unter anderem ein Millionenangebot an die ehemaligen Stiftungsräte, üble Nachrede oder der Vorwurf einer Medienkampagne.

Ins Visier nimmt Markus Brunner auch Regierungsrätin Jacqueline Fehr, die noch als Nationalrätin eine Interpellation zu dem Thema Stefanini eingereicht hatte. Auch dies war laut Brunner Teil eines «koordinierten Aktionsplans».

Er nahm auf Anfrage des «Landboten» keine Stellung zu den heftigen Vorwürfen und bestätigte einzig, noch immer Chef der Immobilienfirma Terresta zu sein.

Weiteres Verfahren

Ein Verfahren lief allerdings auch gegen Brunner selber. Wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung werden sich Brunner und Umit Stamm, Finanzchef der Terresta AG, vor dem Winterthurer Bezirksgericht verantworten müssen. Kürzlich hat die Staatsanwaltschaft Zürich gegen sie Anklage erhoben.

Hintergrund des Rechtsstreits ist der über Jahre ausgetragene Kampf um die Zukunft der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte des verstorbenen Immobilienkönigs Bruno Stefanini. Diesen haben die Kinder von Stefanini im Sommer für sich entschieden. Bruno Stefanini, der die Kunststiftung 1980 gegründet hatte, verstarb am 14. Dezember 2018.

Terresta soll ins Hochhaus

Bettina Stefanini äussert sich nicht zu den laufenden Ermittlungen. Sie bestätigt auf Anfrage aber zwei Gerüchte rund um die Stiftung und die Terresta. So steht der Übertrag von Bruno Stefaninis Erbe offenbar kurz bevor: Laut seinem Testament soll die Immobilienfirma Terresta mit ihrem Besitz in die von Bettina Stefanini verwaltete Kunststiftung überführt werden. «Wir hoffen, dass dies in den nächsten Wochen der Fall sein wird», sagt Stefanini.

Zudem soll die Firma Terresta von ihrem jetzigen Standort in der Altstadt ins Sulzer-Hochhaus ziehen, wo bereits die Stiftung im ersten Stock Zuhause ist. Zum genauen Zeitpunkt kann sich Stefanini nicht äussern. (Der Landbote)

Erstellt: 14.03.2019, 09:27 Uhr

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