Weinfelden

Zwei Faille-Tore ergeben zwei Punkte

Eric Faille schiesst nach nur 24 Sekunden der Verlängerung in Weinfelden den EHC Kloten zu einem erfolgreichen Saisonstart in der Swiss League und einem 3:2 über den HC Thurgau.

Jeffrey Füglister steuerte zusätzlich zu Eric Failles zwei Treffern zum Klotener Auftaktsieg das zwischenzeitliche 2:1 für sein Team bei.

Jeffrey Füglister steuerte zusätzlich zu Eric Failles zwei Treffern zum Klotener Auftaktsieg das zwischenzeitliche 2:1 für sein Team bei. Bild: Madeleine Schoder

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Die Versuche in Überzahl waren nicht gerade beeindruckend gewesen. Viermal hatte sich Kloten im Powerplay versucht, viermal ohne viel Druck und natürlich ohne Erfolg. Dann aber, als der EHC in der Güttingersreuti in der Verlängerung noch 31 Sekunden mit 4 gegen 3 spielen konnte, klappte es ziemlich gut: Eric Faille verwertete mit einem Direktschuss nach 24 Sekunden der Overtime zum Siegesgoal.

Das 3:2 nach Verlängerung war verdienter Lohn. Das erste Drittel im ersten Meisterschaftsspiel war nicht überragend gewesen, ab dem zweiten taten die Zürcher mehr für das Spiel – und das bekam ihnen gut. Ausser einigen wenigen Unaufmerksamkeiten in der eigenen Zone hatten sie vieles unter Kontrolle. Zwei Aussetzer wurden bestraft.

Dank Torriecher zum Erfolg

Eric Faille avancierte zum Mann des Spiels. Er sorgte dafür, dass nach 95 torlosen Minuten in Wettbewerbsspielen (im Cup hatte Kloten gegen die SCRJ Lakers 0:3 verloren) das Team wieder jubeln konnte. Er schoss das 1:1. Da half der Zufall auch ein bisschen mit. Simon Kindschis Zuspiel nach vorne prallte von einem Thurgauer direkt auf den Stock von Faille. Der Center verschaffte sich Raum, zwang Schwendener dazu, sich zu verschieben – und glich aus.

Mit seinen zwei Treffern knüpfte der 30-jährige Kanadier fast nahtlos dort an, wo er in der Slowakei im letzten Jahr aufgehört hatte. In 52 Qualifikationsspielen war er auf 72 Skorerpunkte gekommen. Jetzt hat er nach einem Match zwei.

Die Hilfe Hollensteins

Vater Felix und Sohn Denis Hollenstein hatten dem EHC Kloten in der Vergangenheit schon oft zu wichtigen Toren und Siegen verholfen. Gestern hatte wieder ein Hollenstein grossen Anteil daran, dass Kloten siegte: Fabio Hollenstein, Stürmer des HC Thurgau. Nach 54. Minuten sorgte er mit dem 2:2 zwar dafür, dass sein Team einen Punkt holte, danach aber war er mitentscheidend für die Niederlage. In der 57. Minute spedierte er die Scheibe unbedrängt übers Plexiglas – Kloten konnte Powerplay spielen. Thurgau überstand zwar diese Strafe, aber kaum war Hollenstein zurück, rammte er Adrian Brunner den Ellbogen gegen den Kopf – er musste wieder auf die Strafbank. In den 89 Sekunden bis zum Ablauf der 60. Minute gelang den Zürchern nichts, in den 31, die in der Verlängerung noch blieben, gings dafür ziemlich gut und zielstrebig.

Hätte Kloten vorher seine Überzahlspiele so konzentriert und entschlossen ausgeführt, hätte das Team drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen können. Das sah auch Trainer Per Hanberg so. Ihm war aufgefallen, dass sein Team in der ersten Periode recht nervös und angespannt gewesen sei. «Und dann haben wir dieses dumme Tor bekommen. Doch ab dem zweiten Drittel machten wir mehr fürs Spiel, liefen wir auch besser.» Er freute sich für seinen zweifachen Torschützen.

Mit Stürmern en masse

Per Hanberg hatte mit einer eher ungewöhnlichen Aufstellung überrascht: Es standen nur 6 Verteidiger im Aufgebot, dafür 14 Stürmer. «Wir wollten ein bisschen Kräfte sparen, schliesslich haben wir zwei Partien innert 24 Stunden zu spielen», begründete der schwedische Trainer. Allzu viele Einsätze bekamen die zusätzlichen Stürmer zwar nicht. Heute bei der Heimpremiere gegen Visp wird man sehen, wie gut Kloten diesen ersten Match verkraftet hat. «Hauptsache, wir haben die zwei Punkte», freute sich der Coach.

Erstellt: 13.09.2019, 23:45 Uhr

Match-Telegramm

Thurgau - Kloten 2:3 n. V. (1:0, 0:2, 1:0)

Güttingersreuti. – 1664 Zuschauer. – SR Gäumann, Hungerbühler; Gurtner/Baumgartner.

Tore: 14. Moser 1:0. 36. (35:38) Faille (Kindschi) 1:1. 37. (36:45) Füglister (Stämpfli) 1:2. 54. Hollenstein (Loosli; Ausschluss Brunner) 2:2. 61. (60:24) Faille (Marchon; Auschluss Hollenstein) 2:3.

Strafen: 5x2 plus 1x10 (Hollenstein) gegen Thurgau, 4x2 gegen Kloten.

Thurgau: Schwendener; Seiler, Parati; Dufner, Collenberg; Scheidegger, Wildhaber; Steiner; Kellen Jones, Connor Jones, Altorfer; Merola, Rundqvist, Loosli; Hollenstein, Rehak, Hobi; Frei, Niedermaier, Moser.

Kloten: Nyffeler; Stämpfli, Ganz; Steiner, Kindschi; Kellenberger, Kälin; Marchon, Faille, Forget; Brunner, Lemm, Figren; Lehmann, Sutter, Füglister; Wetli, Obrist, Knellwolf; Staiger, Krakauskas.

Bemerkungen: Thurgau ohne Brändli, Lars Kellenberger (verletzt); Kloten ohne Back (verletzt), Bachofner, Mettler (überzählig).

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