Zum Hauptinhalt springen

Alle Brillanz und Empathie

Die Geschichte des Musikkollegiums ist Gegenwart – zum Glück nur im Guten: Rahel Cunz spielte das Violinkonzert von Hans Pfitzner traumwandlerisch jenseits aller Gefährdung.

Die Konzertmeisterin als Solistin: Applaus und Blumen für Rahel Cunz.
Die Konzertmeisterin als Solistin: Applaus und Blumen für Rahel Cunz.
Herbert Büttiker

Die Beschäftigung mit ihm ist nicht nur musikalisch herausfordernd. Hans Pfitzner war ein grosser Komponist, aber er sah sich in einer noch grösseren Rolle als Retter der deutschen Musik vor Judentum, Internationalismus und Bolschewismus, und dafür kam ihm Hitler gerade recht. Die deutsche Musik, das war für ihn die romantische Tradition, das absolute Künstlertum, wie er es in seiner Oper «Palestrina» gestaltete. Leider konnte er sich nicht ans Absolute halten, sondern verbiss sich trotzig in den Kulturkampf – bis zum bitteren Ende. Wobei das Bitterste der vergällte Nachruhm war.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.