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Auch junge Menschen fragen sich, was das Ganze soll

Seit 2014 betreibt Beat Claude Sauter in Winterthur eine philosophische Praxis. Die meisten Leute kommen mit Sinnfragen zu ihm. Das Internet helfe bei der Suche nach Antworten nur bedingt, sagt Sauter.

Philosophieren war bei den Griechen eine gesellige Angelegenheit. Platons «Gastmahl», Ausschnitt aus dem ­Gemälde von Anselm Feuerbach.
Philosophieren war bei den Griechen eine gesellige Angelegenheit. Platons «Gastmahl», Ausschnitt aus dem ­Gemälde von Anselm Feuerbach.
PD

Sie haben jahrzehntelang an der Berufbildungsschule in Winterthur Philosophie unterrichtet. Wie bringt man heute junge Leute zum Denken?Beat Claude Sauter:Indem man sie die eigene Denkfähigkeit entdecken lässt. Das gelingt zum einen mit dem Perspektivenwechsel, den die Lektüre philosophischer Texte auslösen kann, zum anderen mit der Einübung einer dialogischen Haltung: Man hört einander zu und schult sich zugleich im Gebrauch der Sprache. Das ist ein zentraler Aspekt der Charakterbildung, der in den Lehrplänen der Berufsschulen zusehends marginalisiert wird.

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