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Auf dem Lokwerk entstehen 60 Wohnungen

Auf dem Einkaufszentrum Lokwerk sind 60 neue Wohnungen geplant. Der Bau der drei zusätzlichen Stockwerke soll bis 2020 fertig sein. Unter den Anwohnern des Quartiers Tössfeld regt sich Widerstand.

So soll es in drei Jahren aussehen: Auf dem Einkaufszentrum Lokwerk entstehen 60 neue Wohnungen.
So soll es in drei Jahren aussehen: Auf dem Einkaufszentrum Lokwerk entstehen 60 neue Wohnungen.
zvg

Für die Anwohner der Jägerstrasse wird es die nächsten Jahre ­ungemütlich. Ab nächstem Jahr beginnt auf der anderen Strassenseite die erste Bauetappe des Werks 1. Am Donnerstag hat nun die Immobilienfirma Wincasa zum Bau von 60 neuen Wohnungen auf dem Lokwerk informiert – auch von der Gartenseite her soll also ab Februar 2018 gebaut werden. Drei zusätzliche Stockwerke («metallverkleidet in leichter Holzbauweise») sollen bereits ab nächstem Jahr auf dem Dach des Lokwerks gebaut werden, 2020 sollen die 1½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

Diese verteilen sich schlangenförmig über den hinteren, der Zürcherstrasse abgewandten Teil des Daches. Die ungewöhnliche Bauweise ist der Statik der ehemaligen Lokomotivwerkstatt geschuldet. Nicht überall hätte das Gebäude die Aufstockung getragen. Den laufenden Betrieb des Einkaufszentrums wollte man nicht unterbrechen. Aus dem gleichen Grund wird auch nur 12 bis 14 Meter in die Höhe gebaut. Rechtlich wäre ein zusätzliches, viertes Stockwerk möglich gewesen.

Die Verbindung zum Boden schafft ein sechsgeschossiger Anbau, der beim neuen Hintereingang des Einkaufszentrums gebaut wird – genau vor den Gärten der Häuser an der Jägerstrasse 61 bis 91. Ein Bewohner warnte an der Veranstaltung dann auch: «Sie können Gift darauf nehmen, dass es Einsprachen geben wird.» Auffällig: Auf den Bildern der Visualisierung sind die Gärten zubetoniert. Auf Anfrage sagt die Eingentümerin der Liegenschaft, die Credit Suisse: «Die Gärten werden nicht tangiert. In dieser Hinsicht täuscht die Visualisierung.» An der Infoveranstaltung begegneten die rund 40 Anwohner dem Projekt mit Skepsis. Etwa 30 Minuten lang löcherten sie die Vertreter von Wincasa mit Fragen nach Verkehrsaufkommen, Kranstandorten, Schattenwurf und Aussicht.

Belastung für das Quartier

Betroffen sind insbesondere auch die Anwohner der Agnesstrasse 14. Auf diese Seite sollen dann auch keine Balkone gebaut werden, um den direkten Sichtkontakt in die gegenüberliegenden Wohnungen so gering wie möglich zu halten. Eine Anwohnerin bemerkte am Infoanlass: «Das Bauprojekt an sich finde ich sinnvoll, aber für unser Quartier ist eine weitere Baustelle eine grosse Belastung.» Die Credit Suisse will mit dem Ausbau «die bestehende Liegenschaft besser ausnutzen und so auch zusätzliche Mieterträge schaffen». Die Baueingabe werde demnächst eingereicht.

Das Einkaufszentrum Lokwerk eröffnete 2009 und kämpft bis heute mit schlechten Kundenfrequenzen. Symbolisch dafür fand auch der Infoanlass in einem leer stehenden Verkaufsraum statt.

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