Winterthur

Berufung in Winterthurer Missbrauchs-Fall

Der jahrelange Missbrauch eines Mädchens wird voraussichtlich auch das Obergericht beschäftigen.

Ein Prozess-Saal im Zürcher Obergericht.

Ein Prozess-Saal im Zürcher Obergericht. Bild: Keystone

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Ein kürzlich vom Winterthurer Bezirksgericht verurteilter Missbrauchs-Täter wird sich wohl auch noch vor einer höheren Instanz verantworten müssen. Wie die zuständige Staatsanwältin auf Anfrage des «Landboten» mitteilt, wird sie in der Sache Berufung anmelden.

Der Mann hatte jahrelang die Tochter eines eng befreundeten Ehepaars missbraucht. Der Missbrauch prägte beinahe die gesamte Kindheit des Mädchens. Die Taten erfolgten teilweise in Winterthur aber auch auf einem Camping-Platz in der deutschen Schweiz.

Ein Härtefall aus Sicht der Richter

Der Täter war voll geständig und bestritt nur Details der Anklageschrift. Er wurde von den Winterthurer Bezirksrichtern zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. Dies entsprach auch dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Nicht im Sinne dieses Antrags entschieden die Richter aber im Bezug auf einen Landesverweis, der bei sexuellen Handlungen mit Kindern automatisch in den Forderungskatalog der Anklage einfliessen muss. Sie taxierten den Mann, der Wurzeln in einem Nachbarland der Schweiz hat, vor allem wegen seiner eigenen Rolle als Familienvater als Härtefall.

Erstellt: 04.09.2019, 11:40 Uhr

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