Berg am Irchel

Biber bauen am Irchel eindrückliche Dämme

Vielerorts siedeln sich Biber neu an. Ein älteres Revier liegt hingegen im Flaachtal. Eine Familie baut hier am Langwisenbach besonders grosse Dämme.

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Im Sommer sind die Bauten oberhalb vom Schloss Eigental kaum sichtbar. Blätter und Gestrüpp verdecken weite Teile. Erst jetzt, im Winter, wird so richtig deutlich, was die Biber am Langwisenbach in Berg am Irchel in langer Arbeit errichtet haben: mehrere Dämme, die das Wasser zu grösseren Teichen stauen. Am Ufer liegen zahlreiche frisch abgenagte Äste und Sträucher.

Solche Spuren sind in der Region inzwischen zwar öfter zu sehen, etwa am Näfbach zwischen Neftenbach und Hettlingen oder am Chrebsbach bei Unterohringen. In Berg am Irchel sind die Bauwerke aber besonders gross. «Der Damm am Langwisenbach ist einer der längsten im Kanton», bestätigt Urs Wegmann, Leiter der kantonalen Biberfachstelle. «Ein sehr eindrückliches Bauwerk.»

«Der Damm am Langwisenbach ist einer der längsten im Kanton.»Urs Wegmann, Leiter der kantonalen Biberfachstelle

Die Nager konnten sich Zeit nehmen, um hier zu bauen. Das Revier in Berg am Irchel ist eines der älteren im Kanton. Schon vor zehn Jahren wurde der Standort im Bibermonitoring des Kantons erstmals erwähnt. Damals lebten ein bis zwei Biber im Gebiet. Seit 2011 und bis heute ist es ein Familienrevier geworden. Ein Grund dafür ist wohl die ideale Topografie. Der Bach liegt in einem recht steilen Einschnitt. Das gestaute Wasser schwappt so nicht sofort auf Felder und Wege über. Die Biber können deshalb praktisch ungestört bauen.

Garten Eden für Biber

Das Zürcher Weinland bietet auch anderen Bibern idealen Lebensraum. 92 von kantonsweit 106 Revieren liegen in der nördlichen Kantonshälfte. An mehreren Orten sind dank der Biber im Weinland regelrechte Naturparadiese entstanden. Bei Marthalen am Mederbach ist beispielsweise ein grösserer See entstanden, der mittlerweile unter Schutz steht.

Etwas weniger bekannt ist eine weitere Schutzzone für Biber in Andelfingen. Das Waldstück Wehri in der Nähe vom Thureggrank wird ebenfalls der Natur überlassen. Dies, weil die Nager den Schüepbach gestaut und grössere Gebiete überflutet hatten. Ganz ähnlich ist die Situation im Gebiet Mädlestenried zwischen Hettlingen und Henggart. Dort haben Biberschäden ebenfalls dazu geführt, dass der Wald nun weniger bewirtschaftet wird.

Erstellt: 20.01.2018, 10:47 Uhr

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