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Bitte um Beiträge für das Hallenbad

Viele Auswärtige nutzen das Hallenbad in Bauma. Die Bereitschaft, einen Beitrag an die Sanierung zu zahlen, hält sich zwar in Grenzen. Die Gemeinden würden ein Gesuch aber prüfen.

Das Hallenbad in Bauma muss saniert werden. Da der Finanzierungsbedarf gross ist, sollen die umliegenden Gemeinden um Kostenbeiträge gebeten werden.
Das Hallenbad in Bauma muss saniert werden. Da der Finanzierungsbedarf gross ist, sollen die umliegenden Gemeinden um Kostenbeiträge gebeten werden.
Marc Dahinden

Das Hallenbad in Bauma ist nicht nur bei Einheimischen beliebt, auch Auswärtige nutzen es gerne. Rund 60 Prozent der Besucher kommen aus umliegenden Gemeinden oder von weiter her, sagt Gemeinderätin Heidi Weiss. Zudem reisen jeweils fünf auswärtige Schulen für ihre Schwimmlektionen an. Die bevorstehenden Grundsatzabstimmung über eine Sanierung betrifft also nicht nur Bauma, sondern auch andere Gemeinden im Tösstal.

Der Baumer Gemeinderat wollte deshalb unlängst Behörden aus umliegenden Gemeinden über die bevorstehende Abstimmung und über mögliche Konsequenzen für sie informieren. Dies auch, um abzutasten, ob diese sich vorstellen können, sich in irgend einer Form zu beteiligen, sollten die Stimmbürger einer Erneuerung zustimmen. Das Interesse an der Infoveranstaltung sei allerdings verhalten gewesen, sagt Heidi Weiss. «Es kam nur eine Handvoll.» Diejenigen, die anwesend waren, hätten aber ihr Interesse signalisiert, dass das Hallenbad weiterhin bestehen bleibt.

Grosser Finanzbedarf

Es ist deshalb naheliegend, dass Tösstaler Gemeinden in nächster Zeit eine konkretere Anfrage um Unterstützung aus Bauma erhalten. Denn der Finanzbedarf für das Hallenbad ist gross. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Am 24. September entscheiden die Stimmbürger in Bauma über zwei mögliche Varianten. Nur schon bei der Variante «Bestand» sollen neun Millionen Franken investiert werden. Die Attraktivität des Hallenbads wird damit nicht verbessert und die engen Platzverhältnisse vor allem zu Stosszeiten bleiben bestehen.

Bei der Erweiterungsvariante ist das anders, allerdings kostet diese rund 13,5 Millionen Franken. Selbst wenn sich die Stimmbürger gegen eine Sanierung entscheiden, entstehen Kosten. Denn dann müsste das Gebäude zurückgebaut werden, was gemäss einer groben Schätzung Kosten von rund einer Million Franken auslösen würde. Die Umnutzung des Gebäudes und die Kosten für das obligatorische Schulschwimmen, das dann anderswo durchgeführt werden müsste, sind dabei nicht eingerechnet.

Obwohl es am 24. September noch nicht um das konkrete Projekt geht, sondern um einen Grundsatzentscheid, hat sich die Gemeinde Bauma bereits Gedanken über die Finanzierung gemacht. Sie rechnet je nach Variante mit einer Steuererhöhung zwischen drei und fünf Prozentpunkte. Gemeinderätin Heidi Weiss hofft aber darauf, die Kosten noch etwas abfedern zu können. Ein Beitrag aus dem Sporttoto Fonds des Kantons wurde bereits in Aussicht gestellt. Ebenso werde der Gemeinderat nochmals in irgend einer Form auf umliegende Gemeinden zugehen. Denn das Betriebskonzept im Falle einer Sanierung ist noch nicht definitiv. Denkbar sind laut Weiss auch unterschiedliche Eintrittspreise für Einwohner und Auswärtige, um die Betriebskosten besser tragen zu können oder spezielle Vereinbarungen mit umliegenden Gemeinden. Bauma sei auf diese angewiesen, um das Hallenbad zu betreiben.

«Das Hallenbad ist wichtig.»

Eine Umfrage bei Tösstaler Gemeinden zeigt, dass ein Antrag auf Unterstützung nicht völlig chancenlos wäre: «Wir würden das sorgfältig prüfen», sagt etwa Dölf Conrad, Gemeindepräsident in Wildberg. Entscheidend ist für ihn aber vor allem die Haltung der Wildberger Schulgemeinde: «Was bedeutet das für den Schwimmunterricht?»

Auch Wila wäre bereit, ein Gesuch zu prüfen, wie Gemeindepräsident Hans-Peter Meier sagt. «Das Hallenbad ist wichtig für das Tösstal.» Das Kursangebot sei gut und das Bad für viele ein Treffpunkt. Es stelle sich aber die Frage nach dem Gegenwert eines Beitrags. «Das müsste der Gemeinderat abwägen.» Etwas zurückhaltender antwortet Georg Brunner, Gemeindepräsident in Turbenthal. «Das Hallenbad hat zwar regionale Bedeutung, aber die kommunalen Mittel sind begrenzt.» Ein Gesuch werde der Gemeinderat aber prüfen.

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