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Das Grossprojekt hat sich verändert

Der Kanton hat sein Projekt für die Stationsstrasse angepasst. So strich er etwa die geplante Veloinsel nach der Bahnhofsbrücke und der Einlenker Rüti wird zur Sackgasse. An einem Ort dürfen Bäume stehen bleiben – an einem anderen nicht.

Die Bäume vor dem Restaurant Bahnhof Sulz dürfen stehen bleiben. Der geplante Fussgängerstreifen entsteht etwas weiter unten.
Die Bäume vor dem Restaurant Bahnhof Sulz dürfen stehen bleiben. Der geplante Fussgängerstreifen entsteht etwas weiter unten.
Madeleine Schoder

Die Bauarbeiten an der Stationsstrasse in Rickenbach Sulz sind bereits in Gange. Rund eineinhalb Jahre lang, bis voraussichtlich April 2019, erneuert die Gemeinde Leitungen für 3,2 Millionen Franken. Anschliessend übernimmt der Kanton die Belagsarbeiten und setzt Massnahmen für die Sicherheit um. Nachdem im Frühling 2016 20 Einwendungen dazu eingegangen waren, liegen die angepassten Pläne nun bis am 18. Dezember ein zweites Mal auf.

Biegt man von Winterthur kommend auf der Hauptstrasse nach Rickenbach Sulz ab, wird es nach den neuen Plänen keine Veloinsel nach der Brücke mehr geben. Ursprünglich war diese als Querungshilfe gedacht gewesen. In der Kurve löse sie jedoch mehr Unsicherheit aus als sie Sicherheit bringe, deshalb habe sich der Kanton in der zweiten Fassung des Projekts dagegen entschieden, sagt Roger Jung, Gemeindeschreiber von Rickenbach: «Der positive Nebenaspekt ist, dass man entlang der Strasse weniger Land erwerben muss.»

Waldstreifen wird gerodet

Weiterhin geplant ist ein beidseitiger Ausbau der Velowege an derselben Stelle nach der Brücke. Dafür muss ein Streifen des Waldes gerodet werden. Temporär handelt es sich um rund 210 Quadratmeter, ein grosser Teil will man nach den Bauarbeiten aber wieder ersetzen. Lediglich 62 Quadratmeter Wald sollen in Sulz definitiv verschwinden. Sie tauchen jedoch an einem anderen Ort in der Region wieder auf: in Flurlingen. Aus dem Rodungsgesuch ist ersichtlich, dass dort eine sogenannte Ersatzaufforstungsfläche von 60 Quadratmetern geplant ist.

Die nächste Änderung findet sich vor dem Bahnhof Rickenbach Attikon, dessen Vorplatz zur Stationsstrasse hin aufgeweitet wird. Das sei als Vorbereitung auf die geplante Buswendeschlaufe gedacht, sagt Jung. Dieses Projekt sei ebenfalls auf Kurs, werde jedoch separat umgesetzt. Die Gemeinden Altikon, Ellikon an der Thur und Wiesendangen müssen sich laut Gesetz daran beteiligen.

Am Ende der Kurve gegenüber des Bahnhofs war bisher ein neuer Fussgängerstreifen samt Insel vorgesehen. Dieser soll nun aber einige Meter weiter unten vor dem Einlenker Rüti gebaut werden. Vor allem für LKW mit Anhänger und Busse wäre die Situation sonst schwierig geworden, heisst es in den Unterlagen des Kantons. Auch hätte man die Mauer vor dem Restaurant Bahnhof Sulz zurückversetzen und die markanten Bäume roden müssen. Sie dürfen nun stehen bleiben, dafür wird der Einlenker Rüti zur Sackgasse, der an der Stationsstrasse endet. «Dafür muss man noch eine Lösung suchen, allenfalls wird ein Wendeplatz gebaut», sagt Jung.

Wunsch aufgenommen

Kleiner als von der Gemeinde Rickenbach gewünscht, wird die neue Insel vor der Zürcher Landbank ausfallen. Mit Bäumen bepflanzt hätte sie zu einer Begegnungszone im Kleinen werden sollen. Der Kanton befand jedoch, das sei nicht realisierbar. Geplant sind die Bäume nun entlang der Strasse statt auf der Insel und diese fällt normal gross aus.

Bisher teilten sich die Interniertenstrasse und die Ebnetstrasse eine Einmündung in die Stationsstrasse gegenüber der Landbank. Neu soll die Interniertenstrasse etwas weiter hinten in die Ebnetstrasse münden.

Der Kanton nahm den Wunsch der Gemeinde auf, dort Erhöhungen zu bauen, wo Quartierstrassen über ein Trottoir in die Stationsstrasse enden. Autos müssen so vor dem Troittoir abbremsen. Die Kosten dafür trägt allerdings Rickenbach. Insgesamt 150 000 Franken zahlt die Gemeinde an die Projektkosten, die mittlerweile auf 5,7 Millionen Franken angestiegen sind. Das Bauende ist für den Sommer 2020 vorgesehen.

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