Zum Hauptinhalt springen

Das Pflegezentrum baut für die Zukunft

Das Pflegezentrum Bauma plant den Bau eines neuen, siebenstöckigen Wohnhauses. Damit soll das Angebot des Heims vor allem in qualitativer Hinsicht ausgebaut werden.

Der geplante Anbau beim Pflegezentrum Bauma?könnte ab Mitte 2018 bezugsbereit sein.
Der geplante Anbau beim Pflegezentrum Bauma?könnte ab Mitte 2018 bezugsbereit sein.
zvg

Es ist eines der höchsten Gebäude in Bauma – das Personalhaus des 1990 geschlossenen Spitals. Seit der Schliessung wird es vom Pflegezentrum Bauma genutzt. Aus den oberen Geschossen des siebenstöckigen Gebäudes überblicken die Bewohner des Heims das halbe Dorf. Schon bald werden sie aber Nachbarn auf Augenhöhe erhalten. Das Pflegezentrum plant einen Neubau, der ebenfalls sieben Stockwerke hoch wird. Der neue Wohnblock soll auf der Westseite des bestehenden Gebäudekomplexes gebaut werden. Auf dem Vorplatz beim Haupteingang stehen bereits hohe Bau­gespanne, die das Volumen desgeplanten Baukörpers erahnen lassen. Vor kurzem wurde das Baugesuch eingereicht.

Intensive Betreuung nötig

Für den Neubau gebe es mehrere Gründe, sagt Heimleiter Alfred Weidmann. «In den letzten Jahren hat sich das Pflegezentrum Bauma zu einem Kompetenzzentrum für die Unterbringung von Personen entwickelt, die eine besonders intensive Betreuung benötigen und darum in anderen Institutionen keinen Platz finden.» Darunter sind auch jüngere Personen mit psychischen Erkrankungen. Um das Wohlbefinden dieser Bewohner zu verbessern und die aufwendige Betreuung optimal sicherzustellen, wird im Pflegezentrum Bauma oft nur eine Person pro Zimmer einquartiert. Doch viele der Zimmer im ehemaligen Spital wurden einst als Doppel- oder Mehrbettzimmer gebaut. Gemäss Gesundheitsdirektion dürften im Pflegezentrum Bauma rund 121 Bewohner untergebracht werden. Da die Zimmer aber nicht mit der vollen Kapazität belegt werden, gibt es derzeit nur knapp 100 Bewohner.

«Wir wollen unser Potenzial besser nutzen», sagt Weidmann. Denn die Nachfrage nach intensiv betreuten Pflegeplätzen sei in letzter Zeit stark gewachsen. Um mehr Leute aufnehmen zu können, die diese Art der Pflege benötigen, hat das Pflegezentrum in den letzten Jahren laufend Doppelzimmer in Einzelzimmer umgebaut. «Einzelzimmer brauchen aber mehr Fläche pro Person als Doppelzimmer. So reduzierte sich mit der Zeit die Zahl der total verfügbaren Pflegeplätze.»

Um dem entgegenzuwirken, brauche man in Zukunft zusätzliche Fläche, die der Neubau biete. «Dann können wir endlich die Anzahl Bewohner auf die schon heute bewilligte Anzahl steigern. Mit diesem Ausbau schaffen wir zudem bis zu 20 zusätzliche Arbeitsplätze.» Und noch ein Grund spreche für das Projekt, sagt Weidmann. «Eines unserer bisher genutzten Wohngebäude ist nur gemietet. Ob wir das in Zukunft weiterhin nutzen können, hängt vom Vermieter ab. Mit dem Neubau können wir diese Betten im Fall einer Kündigung sichern.» Für das Projekt investiert die Pflegezentrum Bauma AG rund sieben Millionen Franken. Geplant wird der Neubau von HLP Architekten aus Effretikon. Er soll vor allem als Wohngebäude genutzt werden.

Baubeginn nächstes Jahr

«Es wird geschossweise Wohngruppen geben, in denen jeweils fünf bis ­sieben Personen zusammenleben», sagt Weidmann. Bei der Zusammensetzung der Gruppen orientiere man sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Bewohner. Es mache Sinn, Personen mit ähnlichen Bedürfnissen gemeinsam zu betreuen, um dieAbläufe zu vereinfachen.

«Wenn alles nach Plan läuft, hoffen wir, im Frühjahr 2017 mit den Bauarbeiten beginnen zu können», sagt Weidmann. Dann wäre der Bezug des neuen Gebäudes Mitte 2018 möglich.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch