Seuzach

Das schont die Nerven und spart Benzin

Ein Fahrsimulator der neuesten Generation steht seit einer Woche in Seuzach. Fahrlehrer Mario Meier hat ihn angeschafft. Er ist überzeugt, dass Fahrschulen ihr Angebot künftig um diese Dimension erweitern müssen.

Mehr als nur ein Computerspiel: Fahrlehrer Mario Meier mit Tochter Franziska am neuen Fahrsimulator «360 Grad Simdrive» des deutschen Degener Verlags.

Mehr als nur ein Computerspiel: Fahrlehrer Mario Meier mit Tochter Franziska am neuen Fahrsimulator «360 Grad Simdrive» des deutschen Degener Verlags. Bild: Madeleine Schoder

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Der Fahrsimulator steht bereit. Einsteigen, den Sitz in die richtige Position bringen und los gehts. Ob anfahren, kuppeln oder rückwärts fahren, alles ist möglich. Mario Meier muss beim Einstellen der verschiedenen Übungslektionen selbst noch überlegen. Der Fahrsimulator der neuesten Generation vom deutschen Degener Verlag steht erst seit letzter Woche in seiner Fahrschule. «Ich bin noch nicht bis zu allen Funktionen durchgedrungen», räumt er lachend ein.

Vier Fahrlehrer im Kanton Zürich haben beschlossen, den Simulator gleichzeitig anzuschaffen (www.simdrive.ch). «Die Idee kam uns an einem Workshop des Fahrlehrerverbands», sagt Meier. «Wir Fahrschulen können die Augen nicht vor der Zukunft verschliessen, das wird kommen», ist er überzeugt. Die Anschaffungskosten für das Gerät, das ursprünglich für simuliertes Fahren bei Nacht für Finnland entwickelt wurde, liegen im tiefen fünfstelligen Bereich. Dazu gibt es diverse Module. «Man hätte den Simulator auch mit 3D-Brille haben können», sagt Meier.

Vorderhand will sich der Seuzacher Fahrlehrer aber noch mit einfacheren Modulen begnügen, die da «Grundfertigkeiten», «Abbiegen» und «Vorfahrt» heissen.

Meier, der seit 1999 die Fahrschule miotop in Seuzach (www.fahrweise.ch) betreibt, ist vom Nutzen des Fahrsimulators überzeugt. «Wenn Sie zum Beispiel mit jemandem morgens das Autobahnfahren üben wollen, ist dies wegen des Verkehrs unmöglich.» Im virtuellen Auto hingegen kann man in Ruhe üben, egal zu welcher Tageszeit.

Vielfältig nutzbar

Der Simulator mit dem Namen 360 Grad Simdrive kann laut Meier aber nicht nur Anfängern helfen, sich im Trockenen auf den Verkehr vorzubereiten. Auch zur Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit nach einem Unfall oder einer Krankheit sowie für Grundkenntnisse zum Lenken eines Wohnwagens ist er etwa nützlich.

Nachhaltig und preisgünstig

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man spart Treibstoff und schont das Fahrzeug. Gleiches trifft auch auf das Portemonnaie des Fahrschülers zu: 60 Minuten reale Fahrschule kosten 95 Franken. Im Simulator sind sie für 70 Franken mit und 40 Franken ohne Instruktion zu haben. Von den 20 bis 30 Fahrlektionen, die es bis zur Prüfungsreife hin braucht, könne der Simulator aber nur ein paar ersetzen, sagt Meier. «Die Übung auf der Strasse braucht es nach wie vor.» (Landbote)

Erstellt: 15.10.2017, 16:52 Uhr

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