Brütten

Das Wöschhüsli wird zum Wohnhaus

Ein Architekt hat das ehemalige Waschhaus für 220000 Franken gekauft. Er will es als Wohnhaus nutzen.

Das ehemalige Waschhaus bei der Brüttemer Kirche soll in den nächsten Monaten zum Wohnhaus werden. 

Das ehemalige Waschhaus bei der Brüttemer Kirche soll in den nächsten Monaten zum Wohnhaus werden.  Bild: Madeleine Schoder

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Es ist winzig klein, gehört zum Pfarrhaus in Brütten und soll nun ein Wohnhaus werden: das Waschhaus, welches das Kloster Einsiedeln im Jahr 1635 bauen liess. Die Kirchgemeinde hat es für 220000 Franken an einen Architekten verkauft, wie Martin Egli, Präsident der Reformierten Kirchgemeinde Brütten, auf Anfrage sagt. Der Käufer will seinen Namen jedoch noch nicht in der Zeitung lesen, weil der Verkauf noch nicht unter Dach und Fach ist. Fest steht, dass ein Wohnhaus daraus werden soll. 

Sogenannte Tiny Houses liegen im Trend. Die Bewohner besinnen sich auf kleinstem Raum auf das Wesentliche, die Einrichtung ist nicht karg, aber auch nicht luxuriös. Die Bewegung für winzige Häuser stammt ursprünglich aus den USA, sie propagiert das Leben in solchen Häusern. Deren Wohnfläche beträgt meist zwischen 15 und 45 Quadratmeter. In Brütten beträgt die Nutzfläche des Wöschhüsli rund 90 Quadratmeter. Auch der angebaute Schopf kann genutzt werden.

So oder so müsste das Gebäude dringend saniert werden, es ist in einem schlechten Zustand. Das Gebälk ist am Verfaulen, wie Kirchenpflegepräsident Egli an einer Gemeindeversammlung sagte. Er, der selbst Innenarchitekt ist, schätzt die Sanierungskosten auf mindestens 100000 Franken. Die Bauarbeiten müssen im Einvernehmen mit der Denkmalpflege erfolgen, denn das Gebäude ist im Inventar der überkommunalen Schutzobjekte des Kantons Zürich aufgeführt. Der Charakter des Hauses muss erhalten und die historische Bausubstanz geschont werden.

Als Aufbahrungsraum genutzt

Die Kirchgemeinde hat keine Verwendung mehr für das historische Gebäude. An der Kirchgemeindeversammlung vom vergangenen Dezember informierte Präsident Egli die Anwesenden noch darüber, dass der Abtretungsvertrag zwischen Kanton und Kirchgemeinde Brütten nicht im Original vorhanden sei. Trotzdem habe man davon ausgehen können, dass das Gebäude der Kirchgemeinde gehört. Mittlerweile habe sich das aber geklärt, sagt Egli. «Der Kirchenrat hat dem Verkauf zugestimmt.» Die Kirchgemeinde selbst gab schon im Dezember 2017 an der Gemeindeversammlung ihr Einverständnis.

Die Politische Gemeinde nutzte das Haus bis anhin noch als Aufbahrungsraum. Für zwei Personen bot es Platz. «Dass jemand da war, war in letzter Zeit aber die Ausnahme», sagt Egli. Mittlerweile würden die Leute nach Winterthur gebracht.

Erstellt: 03.02.2019, 16:49 Uhr

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