Eishockey

Der EHCW rennt gegen Visp vergeblich an

Gegen Visp gerät der EHC Winterthur schon in den ersten siebeneinhalb Minuten 0:2 in Rückstand. Den versuchen die Winterthurer bis zum Schluss vergeblich zu korrigieren.

Mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte der 18-jährige Filip Sluka in seinem zweiten Spiel das erste Tor des EHCW.

Mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte der 18-jährige Filip Sluka in seinem zweiten Spiel das erste Tor des EHCW. Bild: Madeleine Schoder

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Wegweisend war, was in den ersten paar Minuten passierte. Womöglich hatten die Winterthurer da etwas zuviel Respekt vor Visp, das sie im ersten Vergleich dieser Saison gleich 9:2 bezwungen hatte. Sieben Tore schoss damals die Visper Paradeformation mit Mark Van Guilder, Troy Josephs und Tomas Dolana. Van Guilder jedenfalls hätte auch am Freitag schon im ersten Einsatz treffen können, scheiterte da aber noch an EHCW-Goalie Tim Guggisberg. In der 5. Minute machte es der Amerikaner besser. Im Powerplay wurde er nicht angegriffen und traf zum 1:0. In der 8. Minute erhöhte ausgerechnet Anton Ranov, der die letzten zwei Saisons für den EHCW gespielt hatte, auf 2:0. Es war einer der wenigen Konter, die die Winterthurer zuliessen.

Im zweiten Drittel besser

So leicht wie beim 9:2 in Visp wurde es für die Walliser aber trotz der frühen klaren Führung nicht, bei weitem nicht. Denn der EHCW kämpfte sich zurück in diesen Match. Insbesondere im zweiten Drittel war er die klar bessere Mannschaft. Beflügelt wurde das Team von Michel Zeiter durch Filip Fluks anschlusstor zum 1:2 schon nach 31 Sekunden des Mitteldrittels. Der 18-Jährige Youngster, der wieder neben Riley Brace und Zack Torquato stürmte, erzielte also schon in seinem zweiten Spiel in der Swiss League sein erstes Tor.

 «Wenn uns im zweiten Drittel ein Tor gelungen wäre, dann wäre der Match wohl anders verlaufen»EHCW-Trainer Michel Zeiter

Beinahe wäre einem anderen Jungen, dem 20-Jährigen Mischa Bleiker, kurz darauf der Ausgleich gelungen. Stattdessen erhöhte Visp mit seinem ersten vernünftigen Angriff im zweiten Drittel auf 3:1. Torschütze war Verteidiger Marc Steiner mit einem Schuss von der Seite. Sonst aber wars eindeutig der EHCW, der den 20 Minuten den Stempel aufdrückte. Wenn die Wende hätte gelingen können, dann wäre das der Zeitpunkt dafür gewesen. Aber keiner der Winterthurer nützte eine der vielen Chancen. Torquato, Brace, Monnet vor allem, Bozon oder Wieser hatten den erneuten Anschlusstreffer auf dem Stock. «Wenn uns da ein Tor gelungen wäre, dann wäre der Match wohl anders verlaufen», sagte EHCW-Trainer Michel Zeiter.

Zwar blieb auch danach noch genug Zeit. Doch im letzten Drittel war Visp wieder besser geordnet als davor. Chancen gab es nicht mehr viele, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite. Das 2:3 durch Michael Roos in der 48. Minute war die einzige Ausbeute des EHCW. Roos profitierte davon, dass zwei Visper zusammenstiessen.

Am Sonntag zu Ajoie

Danach rannte der EHCW vergeblich an. Zeiter reduzierte auf drei Linien, er ersetzte in den letzten anderthalb Minuten Guggisberg durch einen sechsten Feldspieler, aber auch das half nicht mehr. Nach dem 3:5 gegen La Chaux-de-Fonds musste sich der EHCW im zweiten Heimspiel hintereinander einem klaren Favoriten knapp geschlagen geben.

Der Unterschied zum Chaux-de-Fons-Match: Damals brachte sich der EHCW mit dummen Strafen selber um den Sieg. Diesmal spielten alle diszipliniert. Das reichte nur deshalb nicht zu einem besseren Resultat, weil das auch für den Gegner galt. Ein Sieg hätte auch gut getan, weil Sierre gegen Kloten gewann und nun bereits sechs Punkte vor dem EHCW liegt. Aber noch ist nicht mal die Hälfte der Qualifikation gespielt, es kann noch viel passieren. Immerhin sieht es danach aus, als könnte sich der EHCW gegen Teams aus den Top-7 der Swiss League deutlich besser präsentieren als noch vor ein paar Wochen. Ob das mehr als nur eine Momentaufnahme ist, wird man am Sonntag sehen, Dann spielt der EHCW auswärts gegen Leader Ajoie.

Erstellt: 15.11.2019, 22:55 Uhr

Swiss League

EHCW - Visp 2:3 (0:2, 1:1, 1:0)

Zielbau-Arena. – 600 Zuschauer. – SR Massy/Potocan; Gurtner/Wermeille. – Tore: 5. Van Guilder (Josephs, Ritz/Ausschluss Sluka) 0:1. 8. Ranov (Achermann, Petrig) 0:2. 21. (20:31) Sluka (Brace) 1:2. 34. Steiner (Haueter, Van Guilder) 1:3. 48. Roos (Brace) 2:3. – Strafen: 2-mal 2 gegen den EHCW, 3-mal 2 gegen Visp. – EHCW: Guggisberg; Guerra, Küng; Schmutz, Roos; Hänggi, Pozzorini; Bachofner, Kobach; Sluka, Torquato, Brace; Bleiker, Mason, Wieser; Monnet, Hess, Bozon; Zahner, Alihodzic, Lazarevs. – Visp: Lory; Nater, Wiedmer; Heynen, Brantschen; Furrer, Zeiter; Haueter, Steiner; Dolana, Van Guilder, Josephs; Riatsch, Ritz, Spinell; Ranov, Achermann, Petrig; Berger, Brügger, Haberstich. – Bemerkungen: EHCW ohne Homberger (verletzt), Blaser (gesperrt), Diem (krank) sowie Allevi, Sigg, Raggi und Forrer (überzählig). Visp ohne Camperchioli (verletzt). 22. Lattenschuss Bleiker. 58:33 Time-out EHCW, anschliessend ohne Torhüter.

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