Zum Hauptinhalt springen

Der Gemeinderat will an der Jugendarbeit festhalten

Ein Verein soll jährlich 95 000 Franken erhalten, damit er die Jugendarbeit weiter führen kann. Am Montag entscheidet die Gemeindeversammlung.

In einem ehemaligen Ladenlokal an der Dorfstrasse treffen sich die Jugendlichen in Weisslingen.
In einem ehemaligen Ladenlokal an der Dorfstrasse treffen sich die Jugendlichen in Weisslingen.
Nadine Kaufmann

Das Thema Jugendarbeit war in Weisslingen nicht immer positiv behaftet. In den Jahren 2006 bis 2013 unterhielt die Gemeinde einen Jugendtreff auf dem Gewerbeareal Moos und beschäftigte eine Jugendarbeiterin im 80-Prozent-Pensum. Doch es kam zu Problemen: Jugendliche konsumierten Alkohol und randalierten. Daraufhin wurde die Hausordnung des Treffs verschärft mit dem Resultat, dass die Jugendlichen fern blieben. Die Gemeinde schloss das Lokal und beendete die Jugendarbeit.

Heute sieht die Situation anders aus. Es laufe gut, das neue Konzept habe «erstaunlich erfolgreich» umgesetzt werden können. So steht es im Weisungsbüchlein zur Gemeindeversammlung vom kommenden Montag. Der Gemeinderat möchte deshalb die seit Januar 2016 neu organisierte Jugendarbeit fest installieren und beantragt einen jährlich wiederkehrenden Kredit von 95 000 Franken. In den vergangenen zwei Jahren, die als Versuchsphase gelten, steuerte er jährlich 60 000 Franken bei.

Verein führt Jugendarbeit

Neu führt ein Verein die Weisslinger Jugendarbeit. Dessen Vorstand setzt sich aus Dorfbewohnern zusammen, die sich alle zwei Monate zur Planung treffen und gewisse Projekte ehrenamtlich unterstützen. Der Verein Jugendarbeit Weisslingen (jawi) soll gemäss einer Leistungsvereinbarung einerseits Suchtprävention betreiben, weil das der Kanton den Gemeinden vorschreibt. Andererseits soll er auch sogenannte jugendfördernde Massnahmen und Aktionen umsetzen.

Eine Jugendarbeiterin kümmert sich seit dem Sommer 2016 in einem 60-Prozent-Pensum um die Jugendlichen. Sie pflegt ausserdem Kontakte zur Schule, Kirche, zu verschiedenen Vereinen und zum Sicherheitsdienst der Gemeinde. Seit dem vergangenen Frühling haben die Jugendlichen an der Dorfstrasse auch wieder einen Raum.

Unter der Aufsicht der Jugendarbeiterin initiierte eine Gruppe von Jugendlichen etwa die Installation einer Halfpipe, die zudem als Treffpunkt dienen soll. «Das Projekt ist sistiert», sagt Jugendarbeiterin Nadine Kaufmann. Man wolle die Abstimmung vom Montag zur Weiterführung der Jugendarbeit abwarten. Das Geschäft dürfte zu diskutieren geben. Denn die Rechnungsprüfungskommission (RPK) will den Betrag von 95 000 Franken nicht festschreiben. «Es besteht sonst die Gefahr, dass er auch ausgeschöpft wird», sagt Präsident Roland Bischofberger. Der RPK sei es ein Anliegen, dass der Bürger wisse, «welche Leistungen er für wie viel Geld erhält». Die Jugendarbeit an sich brauche es unbedingt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch