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Der Grippeherbst 1918 erinnert schmerzlich an unseren jetzigen Alltag

Schliessung der Schulen, Einschränkung des öffentlichen Lebens, Verbot von Versammlungen sowie eine Häufung von Todesfällen: im Herbst 1918 gab es in Europa eine ähnliche Krise.

Rotkreuzschwestern pflegen in einem Notspital Armeeangehörige.
Rotkreuzschwestern pflegen in einem Notspital Armeeangehörige.
Schweizerisches Rotes Kreuz

Vergleiche sollten mit Vorsicht verwendet werden; 1918 ist nicht 2020. In vielem stehen die Ereignisse vor etwas mehr als 100 Jahren aber durchaus für aktuelle Zahlen und Prognosen: So sollen vor 100 Jahren gegen zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung erkrankt gewesen sein, rund 25’000 Personen starben. Im Unterschied zu heute waren aber vor allem jüngere Männer betroffen. Die Pandemie traf zudem nicht auf eine wohlstandsgesättigte Gesellschaft, sondern auf eine Bevölkerung, die seit 1914 Mangel und Entbehrung litt.

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