Winterthur

Jetzt wird aus drei Museen eines

Kunstmuseum, Reinhart-Museum und Villa Flora heissen neu Kunst Museum Winterthur. Der Zusammenschluss soll attraktivere Ausstellungen ermöglichen und helfen Kosten zu sparen.

Das Kunstmuseum Winterthur (Foto), das Museum Oskar Reinhart und die Villa Flora treten künftig unter der Marke Kunst Museum Winterthur auf.

Das Kunstmuseum Winterthur (Foto), das Museum Oskar Reinhart und die Villa Flora treten künftig unter der Marke Kunst Museum Winterthur auf. Bild: Keystone

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Aus drei Museen wird eines und das bekommt einen neuen Namen: «Kunst Museum Winterthur». Das Museum stellte gestern die Neubenennung und das Ausstellungsprogramm 2018 vor. Die neue «Dachmarke», wie Museumsdirektor Konrad Bitterli es nannte, soll die Vermarktung der Ausstellungen effektiver machen und auswärtigen Besuchern die Orientierung erleichtern. Verantwortlich für die neue Institution ist der Kunstverein, der bisher das Kunstmuseum betrieben hat. Der Name Museum Oskar Reinhart verschwindet. Je nach Standort wird von Kunst Museum Winterthur «beim Stadthaus», «Reinhart am Stadtgarten» oder «Villa Flora» die Rede sein. Die Villa Flora stösst in vier, fünf Jahren dazu, wenn das Haus umgebaut und saniert sein wird.

Mit dem Zusammenschluss kommen vorerst zwei, später drei sich ergänzende Sammlungen unter ein Dach, die sich gut ergänzen und einen Zeitraum vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart abdecken. Damit sollen nicht nur attraktivere Ausstellungen ermöglicht, sondern auch Kosten gespart werden. Eine einzige Versicherung komme günstiger als drei, führte Tim Guldimann, Präsident des Kunstvereins, aus. Auf 30 Prozent schätzte er die Einsparung, die so ermöglicht werde. Versicherungen gelten als grösste Kostentreiber im Kunstbereich.

Nur noch ein Direktor

Gespart wird auch beim Personal: Statt zwei Direktoren braucht es nur noch einen, bisher offene Stellen werden weiterhin nicht besetzt; zu Entlassungen komme es nicht, sagte Guldimann. Neu geschaffen wurde eine Stelle in der Museumspädagogik. Bitterli möchte die Vermittlungstätigkeit stärken. Es war der erste grosse Auftritt des neuen Direktors. Bitterli gab auch einen Blick hinter die Kulissen der Fusion. Es gehe darum, «unterschiedliche Betriebskulturen”»zusammenzubringen. «Sie können sich nicht vorstellen, wie verschieden die Museen bisher organisiert waren», sagte Bitterli. So hätten die einen Apple-Computer, die anderen PCs gehabt. Der neue «Dreiklang» werde im nächsten Jahr mittels einer Imagekampagne bekannt gemacht; der gemeinsame Internetauftritt folgt ebenfalls 2018.

Die Reinhart-Stiftung kümmert sich fortan nur noch um die Einhaltung des Stiftungszwecks: Sie besteht vor allem darin, den Zusammenhalt der Reinhart-Sammlung zu garantieren. In den Betrieb des Museums ist sie nicht mehr involviert. Die finanzielle Verantwortung liegt nun allein beim Kunstverein. Weil die Gelder der Stiftung zur Neige gehen, war die Zukunft des Reinhart-Museums lange ungewiss.

Aufeinander abgestimmtes Programm

Von Klängen und Echoräumen sprach Museumsdirektor Konrad Bitterli am Montag bei der Vorstellung des Programms für 2018 im Kunstmuseum, das neu Kunst Museum Winterthur «beim Stadthaus» heisst. Und tatsächlich: Die Ausstellungen sind komponiert und aufeinander abgestimmt. Diesen Eindruck bekommt man schon, wenn man die Broschüre durchblättert. Bitterli setzt vor allem auf die Frauen, als Künstlerinnen wie als Thema. Und auf englische Ausstellungstitel wie «Women» und «The Female Touch». Weshalb? Weil er Anglist sei, sagte Bitterli. Und weil manche Ausstellungen auch andernorts gezeigt werden. Aber wohl auch, um damit international beachtet zu werden.

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Erstellt: 06.11.2017, 12:15 Uhr

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