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Der meditative Crêpier räumt den Stand weg

Altstadt Am Freitag stellt Hansueli Albrecht seinen Crêpes-Stand zum letzten Mal auf. Vor bald 40 Jahren gehörte er zu den Ersten, die fliegende Verpflegung auf der Gasse anboten. In der Schnellfutterwelt blieb er stets der Ruhepol und auffallend sorgfältig.

Nach rund einer Million ausgehändigter Crêpes ist Schluss – nach viertzig Jahren gibt es keine Crêpes von Hansueli Albrecht mehr.
Nach rund einer Million ausgehändigter Crêpes ist Schluss – nach viertzig Jahren gibt es keine Crêpes von Hansueli Albrecht mehr.
Andreas Wolfensberger

Hansueli Albrecht ist die Gelassenheit in Person. Seelenruhig dreht er das Stäbchen zwischen seinen Fingern, womit er den Teig über die heisse Platte verteilt. Hunderttausende Male hat er diese fast meditative Bewegung in den letzten vierzig Jahren gemacht. «Knapp eine Million Crêpes haben wir verkauft», sagt er, der stets präzis ist. Natürlich ist er älter geworden. in dieser Zeit, 64 Jahre alt. Und doch scheint noch fast alles so wie damals, als er 1977 mit seinem Compagnon den Crêpes-Stand erfand: die Haare zum Rossschwanz gebändigt, um die Stirn das Lederbändchen, das ihm etwas Fernöstliches verleiht.

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