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«Det bi de Bänkli bim Coop City»

Salzhausplatz und Kesselhausplatz heissen die beiden neu eingeweihten Zwillingsplätze am HB. Für die Namensgebung wurde die Bevölkerung zu Rate gebeten. Von den 1124 Vorschlägen wurden dann die zwei langweiligsten ausgewählt. Die Jury ging wohl auf Nummer sicher, Quantität vor Qualität sozusagen. Nicht weniger als 19 Personen hatten einen der beiden Namen eingereicht.Es gab doch sicher originellere Ideen. Claus Theo Gärtner alias Privatdetektiv Matula verriet während der Einweihung ja bereits, dass er den Vorschlag «C.-T.- Gärtner-Platz» eingereicht habe. Er scheiterte, wie wahrscheinlich auch Ex-Stapi Ernst Wohlwend, Nobelpreisträger Richard R. Ernst oder Viktor Giacobbo an der Tatsache, dass per Gesetz keine lebenden Personen berücksichtigt werden dürfen (siehe Leserbrief links unten). Diese Regelung wurde übrigens eingeführt, weil sie an diktatorische Verhältnisse erinnert und um sicher zu gehen, dass die Personen, es nach der Ehrung nicht doch noch versauen. Angesichts der letzten Ereignisse in Winterthur wohl eine weise Entscheidung. Gerne erinnern Strassen und Plätzenamen auch an vergangene Ereignisse. Aber natürlich nur solange diese ins Selbstbild der Stadt passen. Standortfucktorplatz — ausgeschlossen.

Wer glaubt, der Volksmund richte sich nach «plump gleich einprägsam» — dem sei gesagt, das stimmt. Die Plätze werden darum aber eher «det bi de Bänkli bim Coop City» heissen. Und zum Schluss, leicht verspätet, doch noch ein brauchbarer Vorschlag: Holidi-Platz. Der geliebte Holzmann dürfte als «verstorben» gelten, schliesslich ruht er auf dem Friedhof.

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