Winterthur

Die 105-Jährige, deren Geburtstag vergessen ging

Die älteste Winterthurerin hat zu ihrem Geburtstag keinen Blumenstrauss erhalten. Die Stadt spricht von einem Versehen. Stadtrat Josef Lisibach eilte heute ins Alterszentrum Adlergarten, um persönlich zu gratulieren.

Die Stadt holt Verpasstes nach: Die Älteste Winterthurerin Johanna Albertin-Eberle strahlt mit dem doch noch überreichten Blumenstrauss und Stadtrat Josef Lisibach um die Wette.

Die Stadt holt Verpasstes nach: Die Älteste Winterthurerin Johanna Albertin-Eberle strahlt mit dem doch noch überreichten Blumenstrauss und Stadtrat Josef Lisibach um die Wette. Bild: Stadt Winterthur

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105 Jahre alt wurde Johanna Albertin-Eberle kürzlich. Doch an ihrem Geburtstag war nicht alles wie immer in den letzten Jahren. Der Blumenstrauss und die Karte der Stadt, mit denen die ältesten Einwohner geehrt werden, blieb aus. Johanna Albertin-Erle war enttäuscht, ihre Tochter und einige Bekannte sogar aufgebracht – und so erfuhr schliesslich auch die Stadt vom Versäumnis.

Es sei ein bedauerliches Versehen gewesen, teilt die Medienstelle der Stadt auf Anfrage. Man habe aber umgehend reagiert. In Stellvertretung des Stadtpräsidenten eilte am Freitag Morgen Bauvorsteher Josef Lisibach ins Altersheim Adlergarten, um die Blumen und die Gratulationen des Stadtrates persönlich zu überbringen.

Geschenke ab 90 Jahren

Die Gratulation durch die Stadt hat in Winterthur Tradition und ist von den Sparmassnahmen ausgenommen, wie die Medienstelle betont. Zum 90. Geburtstag schenkt die Stadt Winterthur den Betagten eine Winterthurer Wolldecke, zum 95. Geburtstag einen Blumenstrauss. Wer ein Dreistelliges Alter erreicht, darf eine Aufwartung des Stadtpräsidenten (oder eines Stellvertreters aus dem Stadtrat) erwarten, und zwar mit Gutscheinen oder einem Geschenk im Gegenwert für 250 Franken. Ab dem 101. Lebensjahr ändert der Gratulationsmodus, und es gibt jedes Jahr einen Blumenstrauss.

Erstellt: 22.07.2016, 11:56 Uhr

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