Hegi

Die Hegiweiher bestanden den Dichte-Test

Zwei Monate nach der Einweihung waren die in Hegi angelegten Weiher noch immer trocken. Letzte Woche hat man die Becken mit Wasser ab Hydrant gefüllt. Das gab zu reden.

Die Weiher in Hegi seien geprüft und ohne Mängel abgenommen, sagt Projektleiter Max Bösch.

Die Weiher in Hegi seien geprüft und ohne Mängel abgenommen, sagt Projektleiter Max Bösch. Bild: Madeleine Schoder

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«Das Gebiet Hegmatten erfährt eine Aufwertung für Mensch und Natur», versicherte das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) bei Beginn der Bauarbeiten zum Hochwasserschutz. 33 Millionen Franken betrugen die Kosten. Heute, zwei Monate nach der Fertigstellung, wirkt das Gebiet noch kahl, es dauert naturgemäss noch eine Weile, bis die zu erwartende Pflanzengesellschaft sich entwickelt. Dennoch ist die Verbesserung der ökologischen Qualität schon jetzt im ganzen Gebiet gut sichtbar. So fliesst beispielsweise der zuvor kanalisierte Riedbach heute in einem naturnah gestalteten Bachbett, und beim Schloss wurden mehrere kleine Weiher angelegt.

Es gab viel Gerede in Hegi

Wegen zu geringer Niederschläge waren die Weiher Anfang Juli noch immer trocken. Dieser Umstand führte letzte Woche dazu, dass das Awel einen der Weiher mittels Feuerwehrschlauch ab dem Hydranten beim Schloss Hegi auffüllen liess. Dieser Vorgang hat in Hegi zu reden gegeben. «Warum nicht warten, bis der grosse Regen kommt?», hiess es etwa, oder: «Weshalb kann man das Wasser nicht vom nebenan fliessenden Schlossbach in den Weiher leiten?»

Künftig füllt Regen den Teich

Wir haben die Fragen Max Bösch vorgelegt, dem zuständigen Projektleiter beim Awel. Genau gesagt handle es sich bei den künstlich angelegten Gewässern um einen Weiher und vier Tümpel, sagt er. Tümpel seien eher flache Gewässer, die im Jahresverlauf auch mal austrocknen dürften. Der Weiher und auch die vier Tümpel seien mit Bentonitmatten abgedichtet. Mit dem Auffüllen des Weihers und eines Tümpels letzte Woche sei diese Abdichtung geprüft worden, so Bösch. Weil es so lange nicht regnete, habe man das Wasser ab Hydrant genommen. Künftig werde die Weiherlandschaft aber nur noch durch Regen gefüllt. «Diese offenen Gewässer bieten einen wertvollen Lebensraum und sollen langfristig Pionierarten wie etwa der Gelbbauchunke oder der Kreuzkröte Platz bieten. Die ganze Gewässeranlage befindet sich im Übrigen auf einem Grundstück der Stadt Winterthur und wird in Zukunft von Stadtgrün bewirtschaftet.

Die Beckenfüllung musste zu diesem Zeitpunkt erfolgen, weil die Schlussabnahme aller Baumeisterarbeiten angesagt war und zuvor die Dichtheit der Gewässer zu prüfen war. Die Füllung mit rund 2500 Kubikmetern Wasser sei mit Stadtgrün abgesprochen gewesen. Für die Dichtheitskontrolle sind gemäss Bösch Kosten von 6000 Franken entstanden, welche dem Bauprojekt belastet werden.

Den Schlossbach umleiten?

Die Idee aus der Hegemer Bevölkerung, den Schlossbach in den Weiher umzuleiten, kann Bösch nicht erfüllen: «Eine Wasserentnahme aus dem Schlossbach war nicht bewilligungsfähig, weil dieser dadurch eine Zeit lang gänzlich trocken wäre.»

Und was hat die Schlussabnahme der Baumeisterarbeiten ergeben? «Wir haben alle ausgeführten Arbeiten geprüft und konnten das Werk Hochwasserrückhalteraum Hegmatten ohne Mängel abnehmen.» Zudem seien erste Rückmeldungen von Spaziergängern und Nachbarn sehr positiv ausgefallen, freut sich Projektleiter Bösch.

(Der Landbote)

Erstellt: 16.07.2017, 17:51 Uhr

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