Bauma

Nach Grossbrand in Bauma spricht der Gemeindepräsident

Andreas Sudler, Gemeindepräsident von Bauma, spricht darüber, wie er die Tragödie miterlebt hat und von der grossen Solidarität danach.

Der Baumer Gemeindepräsident Andreas Sudler.

Der Baumer Gemeindepräsident Andreas Sudler. Bild: Marc Dahinden

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Wie haben Sie gestern vom Brand des Baumer Weilers Unterer Wolfsberg erfahren?
Andreas Sudler: Ich habe das Feuer auf dem Hügel von zuhause aus gesehen und habe dann vor Ort die Löscharbeiten verfolgt.

Wie war die Situation vor Ort?
Es ging am Anfang sehr chaotisch zu, weil ein riesiges Aufgebot von Polizei, Feuerwehr und Betroffenen vor Ort war. Aber ich denke, das ist normal bei solch grossen Ereignissen, es hat sich dann auch relativ rasch eingespielt.

Sie sprechen in einer publizierten Medienmitteilung von der Solidarität der Baumerinnen und Baumer. Wie hat sich diese konkret gezeigt?
Es sind vor allem Leute, die irgendwie helfen wollen, sei es finanziell oder materiell. Man spürt einfach eine sehr grosse Anteilnahme. Einige sagen auch, sie stellen ihre Wohnung gratis zur Verfügung. Es ist wirklich eine grosse Solidarität vorhanden.

Stehen Sie mit den Betroffenen in Kontakt?
Der offizielle nächste Kontakt findet am Freitag statt. Dann holen wir ab, was im Moment noch fehlt und was wir beitragen können, sei es finanziell oder Unterstützung im administrativen Bereich.

«Finanzielle Hilfe ist momentan wohl die beste Hilfe.»Andreas Sudler

Wie geht es den Betroffenen momentan?
Ich denke, sie werden nun langsam realisieren, was geschehen ist. Gestern standen sie vor allem noch unter Schock.

Die Gemeinde hat ein Spendenkonto eingerichtet. Gibt es noch andere Wege um zu helfen?
Finanzielle Hilfe ist momentan wohl die beste Hilfe. Denn Naturalgaben sind gut und recht, aber die Betroffenen sind aktuell privat untergebracht und dort ist auch nur begrenzt Platz. Auch wenn die Hilfe gut gemeint ist und man das gerne annehmen würde, ist es dafür noch zu früh. Das sollten die Schenkenden nicht persönlich nehmen.

Wollen die Betroffenen sich gegenüber den Medien äussern?
Ich habe das grad vorhin besprochen und sie möchten das momentan lieber nicht. Sie wünschen Ruhe, um den Verlust verarbeiten zu können.

Erstellt: 11.02.2020, 14:06 Uhr

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