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«Die SP hat ein Seriefeuer auf uns losgelassen»

Michael Künzle (CVP) verpasste am Sonntag die Wiederwahl zum Stadtpräsidenten. Im Interview spricht er über die Konsequenzen.

Stadtpräsident Michael Künzle: «Das Resultat fordert mich auf, nachzudenken.»
Stadtpräsident Michael Künzle: «Das Resultat fordert mich auf, nachzudenken.»
Enzo Lopardo

Sie wurden gestern mit 15 937 Stimmen wiedergewählt, 2014 erhielten Sie noch 20 420 Stimmen. Wie erklären Sie sich die schwindende Wählergunst?Michael Künzle: Die über 20 000 Stimmen 2014 waren ein Traumergebnis, ich wusste, dass ich das nicht mehr erreichen würde. Heute haben wir eine Legislatur hinter uns mit zwei Sanierungsprogrammen. Die damit verbundenen Massnahmen haben viele Adressaten nicht gefreut. Diese zwei Programme spielten sicher eine Rolle. Die Wahl stand aber auch im Zeichen der No-Billag-Abstimmung, die primär die zwei politischen Blöcke bewegt hat. So haben die drei bisherigen linken Stadträte am meisten Stimmen geholt, das war vor vier Jahren genau umgekehrt. Mit diesem Linksrutsch stehen wir nicht alleine da, auch Zürich hat das gespürt.

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