Töss

Die «Steig» bekommt einen neuen Quartiertreff

Stadt und Besitzerin haben sich geeinigt: Eine übernimmt den Bau, eine den Betrieb.

Der Quartiertreff wird noch in diesem Jahr abgerissen.

Der Quartiertreff wird noch in diesem Jahr abgerissen. Bild: Marc Dahinden

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Das Quartier Steig am Stadtrand von Töss stand zuletzt häufig im Fokus von Medien und Behörden: Wegen zwei Geschwister, die nach Syrien in den Jihad zogen, wegen der verkehrstechnisch schlechten Anbindung ans Dättnau, als sozialer Brennpunkt und wegen des Quartiertreffs, dessen Betrieb die Stadt nicht mehr finanzieren wollte. Letztlich übernahm ein Privater mit seinen Royal Rangers, einer Pfadi mit freikirchlichem Hintergrund.

Im letzten Jahr gaben die städtische Quartierentwicklung und der vor allem im Dättnau aktive Quartierverein bereits Gegensteuer. Der Spielbus der Mobilen Jugendarbeit macht neu auch in der Steig Halt, und die ersten Anwohner tauschen sich neu im Steig-Forum aus.

Modulbau aus Holz

Zwei neue Projekte sollen helfen, die positive Dynamik beizubehalten. Zum einen wird der baufällige Quartiertreff – eine alte Holzhütte – abgerissen und bei der Bushalte noch in diesem Jahr ein neuer Modulbau aus Holz hingebaut, mit Veranda. Die Kosten für den Treff übernimmt die Rivora-Sammelstiftung, der die Wohnblöcke gehören. Angestossen, sich vor Ort zu überzeugen, dass es drängt, wurde sie von den Behörden. Die Stadt verpflichtet sich im Gegenzug, für zehn Jahre den Betrieb der Anlage zu übernehmen. Dafür sind gemäss Mark Würth, Leiter Stadtentwicklung, 100 000 Franken vorgesehen.

Die zweite gute Nachricht: Die Stadt will eine bessere Anbindung der Steig an das künftige Quartierzentrum mit Laden im neuüberbauten Ziegelei-Areal und an die BMX-Anlage gewährleisten. Dies vor allem, indem sie eine neue Brücke über den Hornbach zum Feldweg baut. Der Schnitt durch Dättnau-Steig, als der die Steigstrasse gilt, bekäme damit ein Pflästerchen. (hit)

Erstellt: 04.02.2019, 00:02 Uhr

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