Winterthur

Die SVP-Kandidatin erzielt ein sehr gutes Resultat

Keine der vier Anwärterinnen für das Friedensrichteramt ­erreichte das absolute Mehr. Karin Mettler (SVP) brachte es aber auf das klar beste Ergebnis.

Karin Mettler (SVP) erreichte zwar das absolute Mehr knapp nicht, erzielte jedoch deutlich am meisten Stimmen.

Karin Mettler (SVP) erreichte zwar das absolute Mehr knapp nicht, erzielte jedoch deutlich am meisten Stimmen. Bild: PD

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Gleich vier Frauen wollten den Sitz der zurückgetretenen Friedensrichterin Verena Mettler (SVP) übernehmen. Das absolute Mehr von 9507 Stimmen erreichte keine von ihnen. Karin Mettler (SVP), Tochter der bisherigen Friedensrichterin, verpasste diesen Wert ­jedoch nur knapp. Sie erzielte 8656 Stimmen und damit mehr als doppelt so viele wie ihre erste Verfolgerin, Monica Della Vedova Mumen­thaler (GLP).

Mettler wurde als einzige Kandidatin breit überparteilich unterstützt, sogar Grüne und EVP sprachen sich für die SVP-Kandidatin aus. Sie freue sich sehr über das «deutliche» Re­sultat, sagte Mettler im Restaurant Insieme, wo sie zwar keine Wahlfeier ausrichten konnte, jedoch einen Apéro für ihre Unterstützer spendierte. Bei drei Gegenkandidatinnen sei zu erwarten gewesen, so Mettler, dass es für das absolute Mehr nicht reichen und ein zweiter Wahlgang nötig werde.

«Es geht hier um die Wahl einer Fachperson, nicht um eine politische Wahl.»Karin Mettler

Ihr gutes Abschneiden führt die SVP-Vertreterin auf zwei Faktoren zurück: die breite Unterstützung über die Parteien hinweg sowie ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen, welche die Wähler offenbar überzeugt hätten. «Es geht hier um die Wahl einer Fachperson, nicht um eine politische Wahl.»

Unterlegene erwägen Rückzug

Mettlers Konkurrentinnen zeigten sich nicht enttäuscht. Gabi Bienz (CVP) sagte, sie sei zufrieden, wenn sie das Resultat im Kontext ihres Bekanntheitsgrades und des betriebenen Aufwands betrachte. Ob sie noch einmal antreten werde, sei noch nicht entschieden. Ähnlich äusserte sich Yvonne Gut (ebenfalls CVP), die am wenigsten Stimmen erhielt. Sie will mit ihrem Umfeld das Re­sultat analysieren und dann entscheiden, ob sie am zweiten Wahlgang teilnimmt.

Sehr zufrieden ist laut eigener Aussage Monica Della Vedova Mumenthaler (GLP). Es freue sie, so viele Stimmen erhalten zu haben. Trotzdem ist auch sie noch nicht sicher, ob sie erneut an­treten will. Favoritin Mettler dürfte angesichts dessen gut daran tun, allfällige Rückzüge ihrer Gegnerinnen abzuwarten, bevor sie den neuerlichen Wahlkampf plant. Der zweite Wahlgang findet am 23. September statt.

(Der Landbote)

Erstellt: 10.06.2018, 17:59 Uhr

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