Winterthur

Don’t bury the Buddha

Wem die ausgesetzte Buddha-Statue gehört ist weiterhin unklar. Noch warten die Behörden ab.

Wem gehört diese Statue? Die Stadtpolizei bittet um Hinweise.

Wem gehört diese Statue? Die Stadtpolizei bittet um Hinweise. Bild: Enzo Lopardo

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Die drei Meter grosse goldene Buddha-Statue aus Styropor wartet in einem Schopf der Stadtgärtnerei weiterhin auf ihren Besitzer. Nach wie vor ist bei Stadtgrün oder der Stadtpolizei kein einziger Hinweis dafür eingegangen, wem die Figur gehören könnte, die am Wochenende im Lindengutpark ausgesetzt worden war. Die Behörden scheinen nach wie vor etwas ratlos. Man warte noch ein paar Tage ab, erst dann prüfe man den Fall juristisch. Derzeit ist die Stadt zwar die Besitzerin der Statue, nicht aber die Eigentümerin. So skurril der Fall auch ist, hier verhält es sich wohl ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Fundgegenstand. Im Weg stünde der sperrige Styropor-Koloss derzeit jedenfalls nicht, versichert man bei Stadtgrün. Die lokalen Behörden werden sich jedenfalls vor vorschnellen Aktionen hüten, erst recht bei einem religiösen Bildnis.

Dass die Verschrottung eines illegal deponierten Kunstwerks ein juristisches (und mediales) Nachspiel haben kann, zeigt ein Beispiel aus Zürich vor ein paar Jahren. 2011 hatte das Künstlerkollektiv «Bury the Jumbo» eine nachgebaute vier Meter lange Heckflosse einer Boeing 747 ungünstig zwischengelagert. Die Gruppe hatte die Flosse über mehrere Tage lang an eine Strassenlampe festgebunden. Später hätte sie in eine Galerie landen sollen. Nach Reklamationen montierte sie die Stadtpolizei aber ab und liess sie entsorgen. Es kam zum Zivilprozess. «Bury the Jumbo» verklagte die Stapo auf eine Million Franken Schadenersatz.

Ein Neuer, zwei Scoops

Michael Wirz, der neue Stapo-Medienchef ist in seiner ersten Arbeitswoche jedenfalls steil eingestiegen: Sowohl mit der Posse um das geborgene Einhorn, als auch dem Buddha hat die Stapo schweizweit mediale Scoops gelandet. Zwei Interessenten, so Wirz, hätten schon angeboten, die Statue bei sich aufzunehmen.

Doch was sagte Buddha, gemäss dem Dalai Lama? «Geduld ist die höchste Form der Praxis. Durch sie erlangen wir letztlich Erleuchtung.» ()

Erstellt: 10.10.2017, 18:53 Uhr

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