Eishockey

EHCW holt Nationalspieler

Der EHC Winterthur hat für die kommende Saison den 37-jährigen Stürmer Thibaut Monnet verpflichtet, einen Mann mit Skorerqualitäten.

Thibaut Monnet trug in der letzten Saison noch das Dress des EHC Kloten.

Thibaut Monnet trug in der letzten Saison noch das Dress des EHC Kloten. Bild: Madeleine Schoder

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Der EHC Winterthur mit einem Vertrag für ein Jahr den 37-jährigen Stürmer Thibaut Monnet verpflichtet. Der ehemalige Nationalspieler aus dem Wallis war mit den ZSC Lions einst zweimal Schweizer Meister und Gewinner der Champions Hockey League. Das ist viele Jahre her. Seither spielte er für Fribourg, Ambri-Piotta und letzte Saison für den EHC Kloten.

Monnet hat in den höchsten zwei Schweizer Ligen über 1000 Spiele absolviert und dabei 662 Skorerpunkte gebucht. Es kommt also ein Mann, der die Torproduktion des EHCW verbessern kann, die letzte Saison ja noch ein Manko war. Und es kommt ein Routinier in eine junge Mannschaft.

Effekt wie bei Adi Wichser erhofft

In Kloten allerdings war man nicht zufrieden gewesen mit Monnet. Auch da war er als Routinier geholt worden, der die nötigen Tore schiessen sollte. Für den Aufstieg freilich. 17 Tore und zehn Assists buchte er. Aber in Kloten lief schlicht zu vieles schief, um die sofortige Rückkehr in die National League zu realisieren.

In Winterthur ist die Ausgangslage für Monnet anders: «Klar ist Monnet schon 37 Jahre alt. Aber er hat immer noch einiges drauf», ist Trainer und Sportchef Michel Zeiter überzeugt. «Ich erhoffe mir von ihm einen ähnlichen Effekt wie damals von Adi Wichser.» Wichser hatte, als er im ersten Amtsjahr Zeiters nach Winterthur zurückkehrte, einen sehr positiven Einfluss auf die unerfahrene Equipe. Und bessere Skorerwerte als in den Jahren davor bei Thurgau und Rapperswil-Jona. Mit der Verpflichtung von Routiniers hat Zeiter bislang eine gute Hand gehabt. Zu erwähnen ist in dieser Hinsicht auch Reto Kobach. Der Abwehrchef ist bereits 39 und steht vor seiner dritten Saison beim EHCW.

«Monnet kann eine Sturmlinie mit zwei jungen Spielern führen», erklärt Zeiter. «Für uns ist das ein guter Transfer, der Sinn macht und im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten liegt.» Auch Monnet selber sieht in der Aufgabe in Winterthur, der vielleicht letzten in seiner langen Karriere, eine neue Herausforderung.

Sinn macht dieser letzte Transfer des EHCW vor der neuen Saison auch in einer anderen Hinsicht: Das Kader für die kommende Spielzeit ist nun abgerundet. Gute Skorer wie Anton Ranov, Anthony Staiger oder die Kanadier Jared Gomes und Anthony Nigro sind, zumindest auf dem Papier, ersetzt worden. Ein gewisser Kern ist beisammen geblieben, und trotzdem hat das Kader mit den Wechseln Qualität in der Breite gewonnen.

Erstellt: 06.06.2019, 13:11 Uhr

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