Winterthur

Eher mehr Kontrollen als Hindernisse in der Altstadt

Der Stadtrat sagt, wie er den Verkehr in der Altstadt reduzieren will. 

Vor allem den Graben, wo auch viele Fussgänger unterwegs sind, nutzen Autofahrer als Abkürzung.

Vor allem den Graben, wo auch viele Fussgänger unterwegs sind, nutzen Autofahrer als Abkürzung. Bild: Archivbild: Urs Jaudas

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In der Altstadt sind immer wieder Fahrzeuge zu beobachten, die ohne Bewilligung durch die Gassen fahren. SP-Gemeinderätin Maria Sorgo reichte deshalb vor über zwei Jahren ein Postulat ein, in dem der Stadtrat gebeten wird, sicherzustellen, dass möglichst wenig Autos und Lastwagen durch die Altstadt fahren. «Gerade Graben und Neumarkt werden von Autos gerne als Abkürzung benutzt», heisst es im Postulat. Sorgos Vorschlag: An sensiblen Punkten sollen Poller das Befahren der Gassen erschweren. In anderen Städten, etwa in Baden, haben sich diese Hindernisse bewährt. 

«Bauliche Massnahmen müssen mit dem Betrieb der Altstadt verträglich sein.»Stadtrat in seinem Bericht

Das Postulat gab im Rat vor rund einem Jahr viel zu reden, es wurde aber mit 32 zu 25 Stimmen überwiesen. Nun liegt der Bericht des Stadtrats dazu vor. Er hält fest, das Problem sei bekannt. Man habe eine Zunahme des Verkehrs in der Altstadt aber auch ein Stück weit bewusst in Kauf genommen, indem man den Verkehrsdienst der Stadtpolizei aufgrund der Sparprogramme reduziert habe. Entsprechend waren weniger Kontrollen möglich.

Bewilligungen überprüfen

Der Stadtrat schreibt weiter, man habe erkannt, dass der Fahrzeugverkehr in der Fussgängerzone wieder mehr Aufmerksamkeit brauche. Im Rahmen des Reorganisationsprojekts «Roadmap 2020» soll die Stadtpolizei die Brennpunkte wirkungsvoller bewirtschaften. Konkret bedeutet das, dass bereits seit 2018 wieder mehr Kontrollen in der Fussgängerzone der Altstadt stattfinden. Auch die Bewilligungspraxis für Spezialbefugnisse zum Befahren der Altstadt sollen nochmals überprüft werden. Von diesen Massnahmen verspricht sich der Stadtrat schon «merkliche Verbesserungen».

Zusätzlich schlägt der Stadtrat vor, den Güterumschlag zeitlich einzugrenzen. Schon jetzt ist das Befahren eingeschränkt für die Münz- und die Marktgasse sowie das Untertor. Das habe sich bewährt; so lasse sich erreichen, dass zu Zeiten, in denen viele Fussgänger unterwegs seien, keine Fahrzeuge zirkulieren würden. Der Stadtrat kann sich auch vorstellen, die Beschränkung auf die Stadthausstrasse auszudehnen. Zum Anliegen einer verkehrsbefreiten Stadthausstrasse hat der Gemeinderat eine Motion überwiesen.  Die Anliegen des Postulats und der Motion müssten laut Stadtrat koordiniert behandelt werden. Eine Studie soll zeigen, wie sich der Verkehr in der Altstadt reduzieren lässt.

Zu baulichen Massnahmen äussert sich der Stadtrat nur vage. Solche müssten in einem separaten Projekt geprüft werden und müssten mit dem Betrieb der Altstadt verträglich sein, heisst es. (Der Landbote)

Erstellt: 14.04.2019, 17:23 Uhr

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