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Ein neuer Platz für Veltheim

Die geplante Siedlung auf dem Volg-Areal wird sich dem Quartier über den neuen Ruhtalplatz öffnen. Zudem soll der Umbau eine verborgene «Teufelsmalerei» freilegen.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Ruhtalplatz an der Feldstrasse. Rechts das originale Sgraffito von Heinrich Danioth, das freigelegt werden soll.
Die Visualisierung zeigt den geplanten Ruhtalplatz an der Feldstrasse. Rechts das originale Sgraffito von Heinrich Danioth, das freigelegt werden soll.
Helvetia
Hinteransicht des Hauptgebäudes. Die Helvetia reicht das Baugesuch in den nächsten Wochen ein, der Erstbezug ist auf Frühling 2020 geplant.
Hinteransicht des Hauptgebäudes. Die Helvetia reicht das Baugesuch in den nächsten Wochen ein, der Erstbezug ist auf Frühling 2020 geplant.
Helvetia
Zwischen den beiden Häuserzeilen entsteht dieser Hofgarten. An den verschiedenen Seilspannungen zwischen den Gebäuden können Reben wachsen, das soll an eine «Pergola Ticinese» erinnern.
Zwischen den beiden Häuserzeilen entsteht dieser Hofgarten. An den verschiedenen Seilspannungen zwischen den Gebäuden können Reben wachsen, das soll an eine «Pergola Ticinese» erinnern.
Helvetia
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Im Sommer kaufte die Basler Versicherung Helvetia das traditionsreiche Volg-Areal in Veltheim. Nun hat die neue Eigentümerin ihre Pläne für den Umbau der Weinkellerei präzisiert. Das Projekt trägt mittlerweile den Namen «Überbauung zur Weinlese».

Laut einem Communiqué sollen bis im Jahr 2020 auf dem 8000 Quadratmeter grossen Areal an der Feldstrasse 120 Wohnungen gebaut werden. Hinzu kommen Flächen für das Gewerbe und Ateliers. Im südlichen Teil des Areals, wo heute noch grosse Hallen sind, entstehen zwei riegelartige Häuserzeilen. Der gegen Norden gerichtete Rundbau der Weinkellerei mit dem prägnanten Turm bleibt hingegen erhalten.

Ein Original taucht wieder auf

Abenteuerlich ist die Geschichte rund um das denkmalgeschützte Sgraffito «Weinlese», welches seit Jahrzehnten die Aussenwand der Weinkellerei ziert. Was viele nicht wissen: Das Wandbild an der Feldstrasse ist eine Replik, das Original prangt seit Jahrzehnten im Innern der Weinkellerei. Und dieses Original soll nun im Rahmen der Bauarbeiten freigelegt werden und laut den Projektverantwortlichen «als Identifikationspunkt der Siedlung künftig noch besser zur Geltung kommen». Die Replik an der Aussenwand hingegen darf, mit dem Segen des Denkmalschutzes, zerstört werden. Geschaffen wurde die Sgraffiti einst vom Urner Heinrich Danioth. Er wurde wegen seines Teufelsbildes über der Schöllenenschlucht bei Andermatt als «Teufelsmaler» bekannt.

Doch zurück zu den Bauplänen: Zwischen den beiden geplanten Häuserzeilen soll laut der Helvetia «nach dem Vorbild einer Pergola ticinese» ein sogenannter Hofgarten entstehen: An den Balkonstützen der beiden Gebäude werden Seilabspannungen montiert, an denen Reben wachsen können.

Für das Quartier am interessantesten ist wohl die Schaffung eines neuen Begegnungsortes. Der Ruhtalplatz, der auf den historischen Namen des Areals Bezug nimmt, kommt an der Feldstrasse zu liegen. «Bäume begrünen und beschatten den neuen Kiesplatz mit Sitz­gelegenheiten und sorgen für eine angenehme Atmosphäre», schreiben die Projektverantwortlichen.

Die Helvetia reicht das Baugesuch in den nächsten Wochen ein, der Erstbezug ist auf Frühling 2020 geplant. In welchem Preissegment die Mieten zu liegen kommen, wurde noch nicht kommuniziert.

Zahlreiche Winterthurer Parlamentarier hatten sich im Vorfeld des Verkaufs vergeblich dafür eingesetzt, das Areal zu einer Zone für gemeinnützigen Wohnungs- und Gewerberaum zu machen. Die Helvetia schreibt nun einzig von «fairen Mietpreisen».

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