Elsau

Eine Eiche über Elsau

Die vom Verband Wald Zürich geschenkte Eiche ist Teil eines grösseren Naturprojekts.

Andreas Meier (l.) und Felix Keller pflanzen mit Kindern der Naturschutzgruppe die Eiche.

Andreas Meier (l.) und Felix Keller pflanzen mit Kindern der Naturschutzgruppe die Eiche. Bild: Madeleine Schoder

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Bis nach Winterthur sieht man vom Sunnenberg in Elsau, das ist spätestens beim Sichten des Sulzerhochhauses festzustellen. Vom Platz des ehemaligen Reservoirs aus kann man einige umliegende Dörfer erkennen und vor allem viel Wald.

Letzterer ist überhaupt der Grund, warum sich gut 30 Elsauerinnen und Elsauer sowie Felix Keller, der Geschäftsleiter vom Verband Wald Zürich, auf dem Sunnenberg eingefunden haben. Hier wird an diesem Nachmittag eine Eiche gepflanzt. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Wald Zürich erhält jede Gemeinde, die das wünscht, eine Eiche.

Ein Symbol der Zukunft

«Dieses Bäumchen ist heute noch klein und fein, aber in 100 Jahren wird es eine mächtige Eiche sein», sagt Felix Keller. In der Menge raunt ein älterer Herr schmunzelnd seiner Begleiterin zu: «Dann kommen wir eben in 100 Jahren nochmals.»

«Dieses Bäumchen ist heute noch klein und fein, aber in 100 Jahren wird es eine mächtige Eiche sein.»Felix Keller, Geschäftsleiter Verband Wald Zürich

Bevor die heute fünfjährige Eiche in die Erde gebettet wird, hält der Geschäftsführer von Wald Zürich eine Ansprache. «Dieser Baum soll ein Generationengeschenk sein», sagt er. Der junge Laubbaum sei ein Symbol der Zukunft. «Es wird immer Wald geben, davon bin ich überzeugt», sagt Keller.

Die Wälder verändern sich

Dass der Klimawandel jedoch auch Konsequenzen für den Forst im Kanton Zürich nach sich ziehe, steht für Keller ebenso fest: «Künftig werden unsere Wälder anders aussehen als heute.» Laubbäume wie beispielsweise die Linde, die Hagenbuche oder die Eiche werden vorherrschend sein. «Gerade die Eiche kann mit Trockenheit und Hitze sehr gut umgehen.»

An diese Worte schliesst sich Gemeinderat und Ressortvorsteher für Landschaft und Natur, Andreas Meier, in seiner Rede an. «Diese Eiche hat ein Haltbarkeitsdatum bis zur übernächsten Generation», sagt er. Der geschenkte Baum soll in Elsau aber nicht alleine für eine naturverbundene Zukunft stehen, sondern Teil eines Trittsteins werden.

«Diese Eiche hat ein Haltbarkeitsdatum bis zur übernächsten Generation.»Andreas Meier, Gemeinderat und Ressortvorsteher für Landschaft und Natur

Neben dem Laubbaum gibt es auf dem Platz des ehemaligen Reservoirs bereits ein Wildbienenhotel, eine Sitzstange für Raubvögel, einen Steinhaufen für Reptilien, Amphibien und Insekten sowie ein Haufen Wurzelstöcke. «All das soll Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten werden», sagt Meier. Eine Hecke und eine Bank aus einer Baumkrone folgen noch.

Eiche zu tief eingegraben

Dann ist es soweit, die kleine Eiche kommt aus dem Topf in ihr neues Zuhause. Beim Einpflanzen helfen zwei Mädchen aus dem Publikum. Gemeinderat Andreas Meier steht mit der Schaufel bereit. Vor lauter Euphorie deckt Meier das Bäumchen aber etwas zu fest zu. «Man sollte einen Erdwall um die Pflanze machen», sagt Felix Keller von Wald Zürich. Wenn man sie zu tief eingrabe, könne sie ersticken.

Kurzerhand formen Meier und Keller aus der überschüssigen Erde einen Wall um die Pflanze. Ist einmal sichergestellt, dass das Bäumchen genug Luft bekommt, stossen alle Anwesenden an und geniessen dabei den Ausblick über ihr Dorf.

Erstellt: 29.09.2019, 15:49 Uhr

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