Dättlikon

Eine nicht beabsichtigte Kampfwahl

Eigentlich will der Schulpräsident nicht mehr weitermachen. Und eigentlich wollte die Kampfkandidatin ihn gar nicht herausfordern. Wie es dennoch so weit kam.

Das Rennen ums Dättliker Schulpräsidium war nicht als solches gedacht. Jetzt müssen sich der bisherige Schulpräsident und die neue Kandidatin messen.

Das Rennen ums Dättliker Schulpräsidium war nicht als solches gedacht. Jetzt müssen sich der bisherige Schulpräsident und die neue Kandidatin messen. Bild: Madeleine Schoder

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Auf den ersten Blick ist die Erneuerungswahl für das Dättliker Schulpräsidium eine Kampfwahl. Auf den zweiten Blick ist sie das immer noch. Nur nicht ganz. Laut der amtlich publizierten Wahlausschreibung tritt die gesamte fünfköpfige Schulpflege mit Thomas Freiermuth (52) als Präsident wieder an. Konkret also Yvonne Adam, Konstantin Benz, Sabine Frischknecht und Ursula Wanner Meyer.

Darüberhinaus existiert eine neue Kandidatin. Sie heisst Marianne Trüb, ist 59-jährig und von Beruf Schulleiterin und schulische Heilpädagogin in Winterthur-Töss. Trüb kandidiert für einen Schulpflegesitz und zugleich für das Schulpräsidium. Sie sass von 2003 bis 2007 für die SP im Zürcher Kantonsrat. Heute ist sie im Komitee der Initiative «Wildhüter statt Jäger» und auch wegen ihres jahrelangen Einsatzes gegen den Schiessbetrieb in der geschützten Aue Embrach bekannt.

Trüb: «Keine Absicht»

Trüb relativert. Ihre Kandidatur sei keine absichtliche Herausforderung. Als Freiermuth seinen Rückzug angekündigt habe, sei sie angefragt worden. Weshalb er nun doch kandidiere, wisse sie nicht. «Vielleicht gefiel den Jägern meine Kandidatur nicht und sie sind nochmals auf die Pirsch gegangen», sagt sie mit Augenzwinkern. Sie wolle niemandem den Sitz streitig machen. Ihre Chancen, gewählt zu werden, schätzt sie als eher gering ein, sagt Trüb.

Freiermuth bestätigt, dass er nicht mehr offiziell für das Amt kandidiere. Er figuriere als Wahlvorschlag, weil Einwohner und Einwohnerinnen Unterschriften gesammelt hätten. «In den letzten drei Wochen hat sich mein Aufgabenbereich im Geschäft aber dermassen erweitert, dass ich das Schulpräsidium nicht mehr gewissenhaft ausführen könnte», sagt Freiermuth. Gemäss Gesetz der politischen Rechte dürfte er die Wahl nach den zwei bereits bestrittenen Amtsperioden ablehnen.

Kampfwahl im Gemeinderat

Auch im Gemeinderat kommt es am 15. April zu Kampfwahlen. Auf zwei freie Sitze bewerben sich drei Neue. Weiterhin stellen sich Gemeindepräsident Jürg Allenspach, Sozialvorsteherin Johanna Vogel und Hochbauvorstand Thomas Weibel zur Verfügung.

Sicherheitsvorstand Riccardo Mezzena und Tiefbauvorstand Hans Schär kandidieren nicht mehr. Neu bewerben sich Ralf Hablützel (1961), von Beruf Maschineningenieur HTL, die Rechtsanwältin Jin Eve Onyetube-Meier (1974) und Landwirt Markus Plüss (1969). Die Dättliker Stimmbevölkerung kann somit für fünf Gemeinderatssitze aus sechs Kandidatinnen und Kandidaten auswählen.

Für die fünf Sitze in der Rechnungsprüfungskommission der politischen Gemeinde kandidieren gleichviele Bewerberinnen und Bewerber: die drei bisherigen Markus Hausherr, Michael Neumeister und Thomas Senn sowie die beiden neuen Nadine Bär (1977), von Beruf Controller, und Ökonom Jakob Baur (1981). Als Präsident kandidiert neu Thomas Senn.

Für die Reformierte Kirchenflege gibt es weniger Kandidaturen als Sitze: Zur Wahl stehen die drei Bisherigen Andrea Hablützel, Ursula Meier und Präsidentin Tanja Klingler sowie ein Neuer: Markus Ruf, von Beruf Treuhänder mit Jahrgang 1982. Zur Vervollständigung der fünfköpfigen Behörde bräuchte es noch eine zusätzliche Kandidatur.

Für die Rechnungsprüfungskommission der Reformierten Kirchgemeinde kandidieren Bianka Bauert (bisher), Jakob Baur (neu), Urs Kollbrunner (bisher), Rosmarie Meier (bisher) und Thomas Senn als Präsident (bisher). (Der Landbote)

Erstellt: 12.02.2018, 17:55 Uhr

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