Schule

Eine Sek-Zuteilung nur aufgrund der Noten ist nicht erlaubt

In den letzten Wochen haben die aktuellen Sechstklässer die Sek-Zuteilung erhalten. Die Noten spielten bei den Entscheiden eine untergeordnete Rolle.

Bei der Sek-Zuteilung spielen auch das Arbeits- und Lernverhalten sowie die Selbstständigkeit eine Rolle.

Bei der Sek-Zuteilung spielen auch das Arbeits- und Lernverhalten sowie die Selbstständigkeit eine Rolle. Bild: Keystone

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«Für die Sek-A braucht es in den wichtigen Fächern einen Notenschnitt von mindestens 5», erklärt eine Mutter. «Ist es nicht eine 4,5?», meint eine andere. Die Antwort lautet: weder noch. Denn obwohl sich häufig Diskussionen um die Sek-Zuteilung ergeben, existieren keine klaren Vorgaben bezüglich der für die verschiedenen Stufen erforderlichen Noten.Bei einer Umfrage geben denn auch alle Winterthurer Kreisschulpflegepräsidenten an, sie würden keine Notenschlüssel für die Zuteilung in die Stammklassen A,B und C anwenden. Toni Patscheider, Präsident im Kreis Oberwinterthur, präzisiert gar, es sei nicht statthaft, sich nur auf Noten abzustützen: «Die Zuteilung muss aufgrund einer Gesamtbeurteilung erfolgen.» Es habe Fälle gegeben, wo Lehrpersonen oder Schulleitende eine Notenvorgabe zu Diskussion gestellt hätten. «Aber da haben die Kreisschulpflegen immer darauf beharrt, dass mit einer Gesamtbeurteilung zu arbeiten ist.»

Selbständigkeit als Kriterium

Natürlich spiele das Februarzeugnis bei der Entscheidung eine Rolle. «Aber dieses enthält ja nicht nur Noten für Fächer, sondern auch qualitative Beurteilungen für das Arbeits- und Lern- und Sozialverhalten», so Patscheider. Zudem sei entscheidend, wie selbständig ein Kind sei. Braucht es noch enge Begleitung oder kann es ein Thema auch mal selber erarbeiten?

«Auch in der Sek kann eine Zuteilung noch korrigiert werden.»

Toni Patscheider, 
Kreisschulpflegepräsident Oberwinterthur

Der Kanton gibt vor, dass der Zuteilungsentscheid in Zusammenarbeit zwischen der Sechstklass-Lehrperson, den Eltern und dem Schüler oder der Schülerin gemeinsam getroffen wird. «In den meisten Fällen finden sich die Beteiligten. Wir haben pro Jahr höchstens ein bis zwei Fälle, bei denen man sich nicht einig wird», sagt Patscheider.

In diesen Fällen ziehen die Lehrpersonen für ein weiteres Gespräch eine Sek-Lehrperson, die Sek-Schulleitung sowie eine Vertretung der Kreisschulpflege bei. Ist man sich nach diesem Austausch noch immer nicht einig, entscheidet die Schulpflege und teilt den Entscheid mit einer rekursfähigen Verfügung schriftlich mit. Die Eltern können dann an den Bezirksrat gelangen.

Gemäss Patscheider brauchen Eltern mit einer Zuteilung aber ohnehin nicht zu stark zu hadern: «Es besteht immer die Möglichkeit einer Korrektur. Wenn man in der Sek merkt, dass das Kind am falschen Platz ist, kann man mehrmals eine Umteilung beantragen.» So sind in der 1. Sek drei Termine festgelegt, zu denen Kinder umgestuft werden können, in der 2. und 3. Sek gibt es dann noch zwei Umstufungsmöglichkeiten. (Landbote)

Erstellt: 30.03.2018, 14:40 Uhr

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