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Eine Serie von sechs Bränden kommt vor Gericht

Nun scheint klar zu sein, wer die Feuer in Elsau im Sommer 2016 gelegt hat: Laut Staatsanwaltschaft war es ein Einheimischer, der die Nachbarschaft in Atem hielt.

Die Feuerwehr rückte nur einmal aus, doch insgesamt soll der beschuldigte Elsauer sechs Feuer gelegt haben.
Die Feuerwehr rückte nur einmal aus, doch insgesamt soll der beschuldigte Elsauer sechs Feuer gelegt haben.
Marc Dahinden

Ein Elsauer soll in seinem Dorf sechs Feuer gelegt haben. Das geht aus der Anklageschrift hervor, die die Staatsanwaltschaft vor kurzem an das Bezirksgericht Winterthur überwiesen hat. Die Taten soll er im Zeitraum zwischen August und September 2016 begangen haben. Nach dem letzten Feuer, das der Beschuldigte in seiner Nachbarschaft gelegt haben soll, sprach die Polizei erstmals von Brandstiftung. Neun Tage später sass der Elsauer bereits im Gefängnis, wo er sich bis heute befindet. Die Staatsanwaltschaft stellt keinen Antrag auf Freiheitsstrafe sondern fordert stattdessen eine stationäre psychische Behandlung.

Auch Elgg hatte Brandserie

Die Brandserie in Elsau weckt Erinnerungen an ähnliche Vorfälle in und um die Nachbargemeinde Elgg. Dort kam es im Zeitraum zwischen November 2010 und Januar 2012 zu insgesamt 30 Bränden. DNA-Spuren führten zu einem damals 25-Jährigen, der in der Feuerwehr Dienst leistete.

Die Elgger Brandserie konnte jedoch nie vollständig aufgeklärt werden. Der Brandstifter gestand 19 meist kleinere Fälle, bestritt aber, die grösseren Feuer gelegt zu haben. Dazu zählte zum Beispiel der Brand einer Reithalle und einer Jagdhütte. Bis heute bleiben also 11 Brände in Elgg ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass der mutmassliche Brandstifter von Elsau mit diesen Fällen etwas zu tun haben könnte. «Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass die Brandserien in Elsau und Elgg miteinander zu tun haben.» Ähnlich wie der Brandstifter von Elgg soll jener in Elsau seine Feuer auch in seinem nahen Umfeld gelegt haben.

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