Wila

Es ist genug Geld eingegangen für die Gründung einer Arztpraxis-AG

Die WilaCare AG ist gegründet. Die neue Firma soll sicherstellen, dass es in der Gemeinde langfristig genügend Ärzte gibt.

Der Geschäftsführer der neuen Wila Care AG heisst Bruno Ruppli. Im Verwaltungsrat sind zudem der Hausarzt Hans-Peter Mösch, Sabrina Enz, Claudia Putscher und Michael Hutzli (von links).

Der Geschäftsführer der neuen Wila Care AG heisst Bruno Ruppli. Im Verwaltungsrat sind zudem der Hausarzt Hans-Peter Mösch, Sabrina Enz, Claudia Putscher und Michael Hutzli (von links). Bild: PD

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Das Ziel war ambitioniert. Für die Gründung einer Aktiengesellschaft wollte der private Verein Wila Care 360 000 Franken haben. Und es hat funktioniert. Das Geld ist erstaunlich rasch zusammengekommen. Damit konnten die Vereinsmitglieder rund um Präsident Michael Hutzli kürzlich die Aktiengesellschaft WilaCare gründen. Die Firma soll es möglich machen, dass in der geplanten Überbauung im Ortskern eine Gemeinschaftspraxis eingerichtet werden kann. Dies ist auch nötig. Denn Wila ist derzeit medizinisch unterversorgt. Der einzige Hausarzt im Dorf, Hans-Peter Mösch, arbeitet seit Jahren 70 bis 80 Stunden in der Woche. Zudem braucht es eine Nachfolgelösung. In fünf bis sechs Jahren lässt sich Mösch wohl pensionieren. Der Hausarzt unterstützt das Projekt für seine Patienten deshalb «mit vollem Einsatz», wie er schreibt.

Viele Kleinaktionäre

Er ist nicht der Einzige, der sich für eine neue Gemeinschaftspraxis stark macht. Die Vereinsmitglieder von Wilacare haben in Fronarbeit ein professionelles Konzept mit eigener Internetseite auf die Beine gestellt, das offensichtlich sehr gut ankommt. Denn das nötige Kapital für die Gründung der AG besteht aus diversen kleineren Beiträgen, wie Michael Hutzli, Verwaltungsratspräsident sagt. Ein Grossteil der Aktionäre stamme aus Wila, aber auch das Gewerbe oder Personen aus umliegenden Gemeinden hätten sich beteiligt. Das grösste Aktienpaket halte Hans-Peter Mösch als einer der künftigen Betreiber. Michael Hutzli freut es sehr, dass das nötige Kapital so schnell eingegangen ist. «Das zeigt uns, dass eine Gemeinschaftspraxis im Dorf und die medizinische Grundversorgung ein grosses Bedürfnis ist.»

Vielen, wie auch Hutzli, ist es wichtig, dass sie weiterhin im Dorf zum Arzt gehen können. «Gerade die Älteren schätzen es, wenn sie nicht jedes Mal bis nach Turbenthal oder Bauma fahren müssen», sagt Hutzli. Er setzt sich aber noch aus einem anderen Grund für das Projekt ein: Ihm ist der Gemeinschaftssinn, das Dörfliche ein Anliegen. «Zusammen kann man viel erreichen, etwa dass Angebote erhalten bleiben.» Oder wie im Fall der Gemeinschaftspraxis sogar ausgebaut werden. Denn in der Gemeinschaftspraxis sollen möglichst zwei Hausärzte und weitere Spezialisten praktizieren.

Es wartet noch viel Arbeit

Bis es soweit ist, gibt es für den Verwaltungsrat, zu dem auch Sabrina Enz, Hans-Peter Mösch und Claudia Putscher gehören, aber noch einiges zu tun. Die Aktiengesellschaft, die von Bruno Ruppli geführt wird, plant den Ausbau der Praxis und wird Personal rekrutieren. Für den Ausbau der Praxis wird zudem weiteres Kapital benötigt, das mittels Darlehen beschafft werden soll.

Entstehen soll die neue Praxis in der Überbauung Zentrum Wila. Für den Verein ist es ein idealer Standort. Im Erdgeschoss könnte ein helles, modernes Gesundheitszentrum entstehen. Mitte Juli ist der Spatenstich. Nebst der Praxis soll der Volg sowie der Dorfbeck mit einem Café einziehen. In den Obergeschossen sind 26 Mietwohnungen geplant.

(Der Landbote)

Erstellt: 08.07.2018, 12:58 Uhr

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