2018

Es wird wieder gebaut, gewählt und gefeiert

Die Weihnachtsessen sind vorbei, die guten Vorsätze fürs neue Jahr gefasst – Zeit für einen Ausblick darauf, was 2018 in Zürich ansteht.

Das besetzte Koch-Areal ist eines der politischen Themen, die nächstes Jahr in Zürich zu reden geben dürften. Es steht eine Volksabstimmung dazu an.

Das besetzte Koch-Areal ist eines der politischen Themen, die nächstes Jahr in Zürich zu reden geben dürften. Es steht eine Volksabstimmung dazu an. Bild: Matthias Scharrer

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Obwohl für die Einhausung des Schöneichtunnels im Quartier Schwamendingen noch vor Jahresende erste Vorarbeiten begonnen haben, herrscht auf der Baustelle derzeit Stillstand. Bis Februar werden die letzten Gebäude zurückgebaut oder abgerissen, die Rodung des Baufeldes abgeschlossen und die Verkehrsführung auf zwei Strassen angepasst. Damit sollte alles bereit sein für die Sanierung des Tunnels, der nach Abschluss der Arbeiten 1,7 Kilometer lang sein wird. Um die Belastung des Quartiers durch die Tunnelabluft zu senken, wird die halb offene Tunneldecke beim Waldgarten geschlossen und beim Portal Tiergarten ein Entlüftungskamin gebaut. Die Gesamtkosten von 298 Millionen Franken teilen sich Bund, Kanton und Stadt Zürich. Die Hauptarbeiten dafür sollen voraussichtlich 2018 beginnen.

Lehrplan 21, Wahlen

Ende Januar findet das dreissigste und letzte Pferdespringreiten im Hallenstadion statt. Die Zustellung der Abstimmungsunterlagen für den 4. März an die Zürcher Stimmberechtigten erfolgt Anfang Februar. Während auf Kantonsebene der Lehrplan 21 an die Urne kommt, finden in den Zürcher Gemeinden Gesamterneuerungswahlen statt. In Zürich werden Gemeinde- und Stadtrat neu bestellt. Von den neun Stadträten treten Sportvorsteher Gerold Lauber (CVP) und Andres Türler (FDP), der Vorsteher der Industriellen Betriebe, nicht mehr an. Die sieben Bisherigen Filippo Leutenegger (FDP), Claudia Nielsen (SP), Daniel Leupi (Grüne), Richard Wolff (AL), Raphael Golta (SP), André Odermatt (SP) und Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) versuchen, ihre Sitze gegen insgesamt acht neue Kandidaten zu verteidigen. Die Hälfte der Neuen stammt aus der bürgerlichen Ecke. Es sind Markus Hungerbühler (CVP), Michael Baumer (FDP), Roger Bartholdi (SVP) und Susanne Brunner (SVP). Von den Grünen stellt sich Karin Rykart und von den Grünliberalen Andreas Hauri zur Wahl. Letzterer hat sich neben Stadtrat Leutenegger und Stadtpräsidentin Mauch ebenfalls für die Wahl ins Präsidium aufstellen lassen.

Mit Claudia Rabelbauer (EVP) und Nina Hüsser (Juso) versuchen zudem zwei Parteien, die nicht im Gemeinderat vertreten sind, den Einzug in die Exekutive zu schaffen. Aktuell ist die Stadtregierung klar rot-grün dominiert mit sechs Vertretern aus diesem Teil des politischen Spektrums. Im Gemeinderat zeigt sich ein anderes Bild, die Situation ist fast ausgeglichen mit 62 Sitzen für die linke Seite und 63 Sitzen für die Bürgerlichen.

Im Juni wird in der Stadt Zürich über Tagesschulen und voraussichtlich über 250 gemeinnützige Wohnungen in Altstetten auf dem Letzibach-Areal abgestimmt.

Fugen und Beläge

Das Zürcher Tiefbauamt hat noch einige Baustellen abzuschliessen. Bis März oder April werden die letzten Fertigstellungsarbeiten der 22,3-Millionen-Franken-Baustelle Stauffacher ausgeführt. Neben Fugenarbeiten und der Wiederherstellung der letzten Strassenbeläge werden 13 Bäume gepflanzt und Rabatten hergerichtet. Ebenfalls 2018 soll der Ausbau der Lagerstrasse zu einer Allee abgeschlossen werden. Auch mit den Sitzstufen an der Kasernenstrasse und dem Einrichten einer Begegnungszone an der Zollstrasse wird das Gebiet rund um den HB Zürich aufgewertet. Währenddessen befindet sich die Aufwertung des Zentrums von Albisrieden noch im politischen Prozess. Die Tramhaltestellen sollen verlängert und behindertengerecht eingerichtet werden.

Ein Sommer voller Ereignisse

Während eines hoffentlich warmen und sonnengetränkten Sommers soll am Zürcher Seebecken das erste Formel-E-Rennen der Schweiz stattfinden. Während 18 Rennfahrerinnen und Rennfahrer um das Podest kämpfen, soll die Veranstaltung «More than a Race» der Bevölkerung das Thema Elektromobilität näherbringen. Als kultureller Höhepunkt gilt im Juni zudem das Freiluftkonzert zum 150-Jahr-Jubiläum des Zürcher Tonhalle-Orchesters auf dem Münsterplatz.

Auch der Herbst ist nicht ereignislos. Nach einem Planungsstopp infolge von Rekursen wird am 4. September mit dem Bau der Siedlung Hornbach begonnen. Damit entstehen im Zürcher Seefeld 125 gemeinnützige Wohnungen. Im November soll nicht nur zum dritten Mal über das Hardturm-Fussballstadion abgestimmt werden. Auch die Überbauung des umstrittenen und besetzten Koch-Areals soll vors Volk kommen. Neben dem Baustart für das Bundesasylzentrum im Kreis 5 steht die Fertigstellung des Ersatzbaus für das abgebrannte Tanzhaus auf dem Programm, sodass die Kunst- und Kulturstätte wieder bezugsbereit sein wird. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 29.12.2017, 21:34 Uhr

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