Elsau

Finanzen stimmen: Elsau will Steuern senken

Finanzvorsteher Daniel Schmid prognostiziert eine nachhaltig positive Entwicklung und will darum den Steuerfuss um 3 Prozent senken.

Den Elsauer Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern bleibt bald mehr im eigenen Portemonnaie, wenn es nach dem Willen des Gemeinderates geht.

Den Elsauer Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern bleibt bald mehr im eigenen Portemonnaie, wenn es nach dem Willen des Gemeinderates geht. Bild: Keystone

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Schon seit einigen Jahren bezahlen die Elsauerinnen und Elsauer stabile Beträge an ihre Gemeindesteuern. Der Steuerfuss – inklusive der Schulgemeinden – betrug immer 121 Prozent. Das letzte Minus in einem Budget fand sich 2016 und dieses war grösstenteils auf Ausgleichszahlungen zurückzuführen. «Die Entwicklung der letzten paar Jahre war positiv und es sollte auch so weitergehen, wenn nichts Dramatisches passiert», sagt Finanzvorsteher Daniel Schmid. Deshalb hat sich der Gemeinderat entschlossen, für das Jahr 2020 eine Steuersenkung um drei Steuerprozent zu beantragen.

«Soll nachhaltig sein»

Man habe die Einnahmen gegen die geplanten Investitionen abgewogen und sei zum Schluss gekommen, dass ein tieferer Steuerfuss längerfristig gehalten werden könne, sagt Schmid: «Die Senkung soll nachhaltig sein.» Die Politische Gemeinde rechnet 2020 mit einem Plus von 116000 Franken. In den Bereichen Personal, Gesundheit und Soziales sollen die Kosten leicht ansteigen. Dafür rechnet die Gemeinde mit hohen ausserordentlichen Einnahmen. 5 Millionen Franken kommen aus Grundstückgewinnsteuern zusammen, dazu 2,7 Millionen Franken eines Grundstücks der Rietwisen, wo das Projekt für die geplante Überbauung schon «relativ konkret» sei.

«Einmalige Einnahmen sollen unsere finanzielle Reserve sein und nicht für die Steuersenkung gebraucht werden»Daniel Schmid, Finanzvorsteher Elsau

Weitere 1,2 Millionen Franken erhält Elsau aus dem Ressourcenausgleich. «Diese einmaligen Einnahmen sollen unsere finanzielle Reserve sein und nicht für die Steuersenkung gebraucht werden», sagt Schmid. Das Nettovermögen der Gemeinde werde sich dadurch auf rund 11,4 Millionen Franken erhöhen, was 3076 Franken pro Einwohnerin entspricht. Elsau stünde aber unter anderem ein «mittel- bis sehr grosses» Schulprojekt bevor, sagt Schmid. In den tieferen Steuerfuss sei eingerechnet, dass der Ressourcenausgleich ebenfalls tiefer ausfallen wird.

Schule plant Grossprojekt

Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde sinkt von 53 auf 50 Prozent, der Steuerfuss der Schule Elsau-Schlatt soll auch im zweiten Jahr nach der Fusion auf 68 Prozent bleiben. Die Schulgemeinde rechnet bei einem Aufwand von rund 12,6 Millionen Franken und einem Ertrag von 12,93 Millionen mit einem Plus von 330000 Franken. Die Personalkosten fallen hier ebenfalls höher aus, das weil eine zusätzliche Kindergartenklasse gebraucht wurde. Dazu kommen höhere Betriebskosten und Malerarbeiten. Während 2020 der Fusionsbeitrag von 530000 Franken in den Einnahmen entfällt, steigt dafür der Finanzausgleich um 790000 Franken auf 5 Millionen. In den Investitionen sind zudem eine halbe Million Franken für die Planung eines Neubaus eingerechnet.

Erstellt: 12.11.2019, 16:35 Uhr

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