Nordirak

Flüchtlingspfarrer wird zur Marke für Toleranz

Andreas Goerlich ist im irakischen Fernsehen zum internationalen Tag der Toleranz interviewt worden. Der reformierte Pfarrer ziert mittlerweile auch eine Marke.

Andreas Goerlich sprach am Dienstagabend im irakischen Fernsehen zum internationalen Tag der Toleranz.

Andreas Goerlich sprach am Dienstagabend im irakischen Fernsehen zum internationalen Tag der Toleranz. Bild: zvg

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Er steht für Nächstenliebe, Tatkraft und Toleranz: Andreas Goerlich, der für zwei Jahre im Irak Flüchtlingsarbeit leistet, ist dabei, auch im Irak ein Begriff zu werden. Der ehemalige Pfarrer von Pfungen wurde am Dienstagabend vom irakischen Fernsehen zum Internationalen Tag der Toleranz befragt, der gestern gefeiert wurde.

Im Fernsehinterview sprach Goerlich von den Möglichkeiten gegenseitigen Lernens. Der Irak, das Land zwischen Euphrat und Tigris, Mesopotamien genannt, sei eine der ältesten Zivilisationen überhaupt. «Von ihr haben auch wir Europäer viel gelernt», sagte Goerlich. «Daran wollen wir uns heute erinnern und etwas davon zurückgeben.» Die irakischen Moderatoren hatten ihn nach den Gründen seiner Flüchtlingshilfe im Irak gefragt.

Mosul-Offensive ohne Kurden

Derweil wartet man in den nordirakischen Flüchtlingscamps, in denen Goerlich tätig ist, weiterhin auf Abertausende von Flüchtlingen aus Mosul. Effektiv angekommen seien bis jetzt erst etwa 25 000, berichtet Goerlich. Die Verzögerung erklärt er damit, dass sich die kurdische Armee nicht mehr offiziell an der Offensive gegen den IS beteiligen dürfe. Bagdad befürchte, dass die Kurden im Zuge ihrer Mitwirkung an der Rückeroberung Landansprüche stellen könnten.

In Pfungen stärkt der Verein Khaima derweil seinem Flüchtlingspfarrer den Rücken. «Wir stehen täglich in Kontakt mit ihm», sagt Finanzverwalterin Suzanne Vogt. Auf das humanitäre Wirken von Andreas Goerlich weist der Verein mittlerweile mit individuell gestalteten Postmarken hin, die auf Dankesbriefen an die Spenderinnen und Spender kleben. Da wisse man auch gerade, woher der Brief stamme, sagt Vogt. ()

Erstellt: 16.11.2016, 16:47 Uhr

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