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Fritschi fühlt sich «ohnmächtig»

Der beispiellose Lehrer-Exodus an der Schule Brühlberg führt im Stadtrat zu Unverständnis. Doch dem Schuldepartement sind die Hände gebunden.

«Das ist nicht das, was wir uns von einer Schule wünschen»: Schulstadtrat Stefan Fritschi (Archivbild).
«Das ist nicht das, was wir uns von einer Schule wünschen»: Schulstadtrat Stefan Fritschi (Archivbild).
Heinz Diener

Das gab es in Winterthur noch nie: Das Schulhaus Brühlberg im Kreis Stadt-Töss verliert im Sommer auf einen Schlag sein gesamtes Lehrerteam der Unter- und Mittelstufe, acht Lehrerinnen und Lehrer haben die Kündigung eingereicht. Seit Jahren schwelt ein interner Konflikt zwischen Lehrern, Eltern, der Schulleiterin und dem zuständigen Kreisschulpflegepräsidenten Felix Müller.

Auf Anfrage zeigte sich Schulstadtrat Stefan Fritschi (FDP) am Freitagmittag enttäuscht und verärgert über die Entwicklung im Schulhaus Brühlberg. «Ich bedauere diese Kündigungswelle ausserordentlich, das ist nicht das, was wir uns von einer Schule wünschen.» Gerade für die Schülerinnen und Schüler sei die Unsicherheit nun gross, aber auch für deren Familien und die verbleibenden Lehrpersonen, sagt Fritschi.

«Die Schule wird so nicht mehr existieren»

Die Schule habe mit ihrem altersdurchmischten Unterricht stets einen beispielhaften pädagogischen Schwerpunkt gesetzt, sagt Fritschi. «Ich habe die Schule als Stadtrat mehrmals mit Freude besucht und es macht mich umso trauriger, dass die Schule in der heutigen Form wohl bald nicht mehr existieren wird.»

Da die Schulpflegen autonom agieren und direkt vom Volk gewählt werden, darf sich Fritschi nicht inhaltlich zu den Problemen und zu Personalfragen äussern. «Das ist für mich eine ohnmächtige Situation.»

Informelle Gespräche führte Fritschi aber sowohl mit Schulpflegepräsident Müller als auch mit betroffenen Lehrern und Eltern. Von Müller wurde er vor einer Woche über die Kündigungen ins Bild gesetzt.

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