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«Für gewisse Leute bin ich wohl etwas zu hartnäckig gewesen»

Biorender und Wärmering, Trolleybusse und Klimafonds: Der zurückgetretene Stadtrat Matthias Gfeller blickt auf turbulente Momente und persönliche Highlights seiner Amtszeit zurück.

Pullover statt Anzug, Gilet und grüner Krawatte. Das zivile Leben hat Matthias Gfeller wieder.
Pullover statt Anzug, Gilet und grüner Krawatte. Das zivile Leben hat Matthias Gfeller wieder.
Marc Dahinden

Sie hatten am 31. Januar Ihren letzten Tag im Stadtrat, nach elf Jahren. Was haben Sie in den Tagen seither gemacht?Matthias Gfeller: Ich bin gerade aus einem fünftägigen Ausbildungskurs als Skitourenleiter im Unterwallis zurückgekommen.

Das wundert mich, Sie sind doch schon Skitourenleiter.Das stimmt, aber es gibt immer wieder Neues, zum Beispiel bei Lawinensuchgeräten. Ausserdem war es ein französischsprachiger Kurs. Ich wollte Französisch hören und praktizieren. Auf einer Skitour ist mir klar, was man machen muss, da kann ich mich auf die Sprache konzentrieren.

Und gings?In den Grundzügen schon. Schwierig war, zehn Welschen zu folgen, die durcheinanderreden.

Und wie ging es Ihnen gesundheitlich?So gut, dass ich mit 25-jährigen Skitourern einigermassen mithalten konnte, mit Betonung auf einigermassen. Meine Herzprobleme hatten vor allem mit dem Beruf zu tun. Ich denke, wenn der Druck weg ist, kann ich normal arbeiten.

«Es ist klar eine Vorverurteilung passiert. Der Stadtrat hat Entscheide gefällt, als er erst einen provisorischen Bericht vor sich hatte.»

Matthias Gfeller

Fühlten Sie sich oft unter Druck, als Stadtrat?Es ist ein strenger Job - «ä gwaltigi Büez», würde man auf Berndeutsch sagen. Gesundheitlichen Probleme hatte ich aber schon vorher, als Selbstständig-Erwerbender. 2003 haben die Rhythmusstörungen über einen Tag angedauert. Bevor ich Stadtrat wurde, habe ich darum einen Eingriff machen lassen.

Aber ganz gesund sind Sie heute nicht, wie Sie bei Ihrem Rücktritt erklärten.Die ursprünglichen Rhythmusstörungen sind weitgehend weg, aber ich habe noch Vorhofflimmern. Das zu behandeln wäre möglich, aber der Eingriff ist gefährlicher.

Welche Momente haben Ihnen als Stadtrat auf die Gesundheit geschlagen?Sicher der Moment, als ich mich entscheiden musste, als Verwaltungsratspräsident von Biorender zurückzutreten.

War das nach den Turbulenzen und Querelen die Biogasanlage nicht auch eine Erleichterung? Auch. Ich habe dem Gemeinderat damals vorgeschlagen, wie man Biorender sanieren könnte, aber das Parlament ist nicht darauf eingetreten. Das war ein grosser Frust. Die Anlage läuft heute noch. Ein Teil der Politik hatte einfach nicht genug Geduld.

Sie klingen ernüchtert.Ja. Ich habe als Stadtrat zwar acht Volksabstimmungen gewonnen, die schlechteste mit 56 Prozent Ja-Stimmen. Gegen zwei davon wurde aber eine Stimmrechtsbeschwerde eingereicht, beide aus dem Schoss des Parlaments. Dabei hätten Parlamentarier andere Instrumente, um sich in den politischen Prozess einzuschalten. Der Stadtrat hat zum Glück in beiden Fällen vom Bezirksrat recht bekommen.

Finden Sie, das Parlament hat damals die Spielregeln verletzt?Es war ein Nutzen der Rechte, die es gibt. Die Frage ist aber, für wen Stimmrechtsbeschwerden gedacht sind, das ist vor allem ein Instrument für Einzelpersonen. Das Fatale ist, dass die Exekutive durch eine solche Beschwerde wertvolle Zeit verliert.

Das klingt, als wäre Biorender nur wegen der politischen Widerstände in Konkurs gegangen. Das Projekt war aber von Beginn an knapp finanziert.Fredy Brunner (FDP-Stadtrat in St. Gallen, Anm. der Redaktion) hat von Anfang an gesagt, Biorender sei zu schwach kapitalisiert. St. Gallen und Schaffhausen hätten vielleicht auch mehr Geld gesprochen. Aber von Wil kamen andere Signale. Die Finanzierung war jedoch nicht der kapitale Fehler, man hätte Biorender noch retten können.

An diesem Punkt standen Sie mehr als einmal in Ihrer Karriere, dass Sie einen Rettungsplan präsentierten und sagten, entweder so oder das Projekt stirbt. Damit haben Sie die politische Opposition angeschoben.Mit dieser Lesart bin nicht ganz einverstanden. Man hätte im Fall Biorender den Bezugspreis für das Biogas früher anpassen können. Es hätte also durchaus Alternativen für eine solide Finanzierung gegeben.

Was hätten Sie im Rückblick anders gemacht?Ich hätte mir mehr Zeit genommen, um weitere Partner zu gewinnen, etwa die Stadt Zürich, Chur, Kreuzlingen oder Frauenfeld. Biorender habe ich im Winter 2006 kennen gelernt. Andreas Widmer, damals Stadtrat in Wil, hat das Projekt an einem Seminar vorgestellt. Als Raumplaner klärte ich die Machbarkeit – in der Landwirtschaftszone müsste man das eigentlich vergessen. Doch dann war, für mich überraschend, die Baubewilligung da.

Die Raumplanung war ja schliesslich nie das Problem.Nein, aber sie hätte die Rettung sein können. Hätte der Kanton Thurgau den Boden umgezont, wäre der Grundstückswert und damit der Wert der Firma gewachsen.

Zur Finanzierung eines Energieprojektes eine Umzonung anzustrengen, ist doch keine kohärente Politik.Je nach Grösse der Bauzone hätte das geholfen. Aber Sie haben insofern recht, als wir primär etwas anderes gebraucht hätten: einen Biogaspreis, der mit dem Solarstrompreis vergleichbar ist.

Waren Sie damals zu blauäugig?Blauäugig vielleicht schon, ich habe als Raumplaner die Raumplanung angeschaut, und darauf vertraut, dass die zwei freisinnigen Stadträte von Wil und St. Gallen das Betriebswirtschaftliche prüfen. Was ich unterschätzt hatte, ist, wie umstritten das Projekt in Wil bereits war.

«Es gibt Projekte, die man fast nicht entwickeln kann, ohne eine gewisse Geheimhaltung.»

Matthias Gfeller

Biorender war Ihr zweites turbulentes Geschäfte, das erste war Ocean Breeze. Auch da gerieten Sie in die Kritik. Man warf Ihnen übereiltes Handeln vor.Es gab eine Frist der Projektverantwortlichen, und es stimmt, ich habe damals darauf gepocht, dass rasch über den Kredit abzustimmen. Das ist den Bürgerlichen sauer aufgestossen. Sie waren gegen eine Beteiligung. Aber ich habe die Volksabstimmung gewonnen. Ich wehre mich dagegen, dass man mir bei Ocean Breeze Führungsfehler vorwirft. Ich habe damals zum richtigen Zeitpunkt entschieden auszusteigen. Wir haben keine vier Millionen Franken verloren, sondern höchstens 100 000. Und wir bereiteten Projekte im Inland vor.

Sie meinen das Windprojekt in Yverdon.Ja. Ursprünglich wollte ich ja die Partnerstadt La Chaux de Fonds überzeugen, dort windet es mehr. Aber die hatten kein Interesse. So kam es zum Projekt in Yverdon.

Reden wir von Ihrem letzten Geschäft, das turbulent wurde, dem Frauenfelder Wärmering – der sogenannten Wärmering-Affäre.Dazu kann ich nur sehr eingeschränkt reden. Es wird in Frauenfeld noch eine Volksabstimmung geben. Die haben die Leitungen im Boden und müssen sie jetzt endlich finanzieren. Mich stört es aber, wenn man von einer Affäre redet. Es war wenn, dann «une affaire», ein Geschäft, das nicht optimal gelaufen ist.

Sehen Sie Parallelen zu Biorender?Was anders ist: In Frauenfeld kannte ich Stadtwerk und die Exekutive schon viel besser als in Wil. Wir haben in Frauenfeld im Eisenwerk zum Beispiel eine Holzschnitzelheizung, die ist gewinnbringend in anständigem Rahmen. Und wir haben mit Frauenfeld gemeinsam die Firma Instacontrol betrieben, ausgebaut und rechtzeitig verselbstständigt, daran haben beide Städte etwas verdient.

Es gab aber auch beim Frauenfelder Wärmering eine happige Finanzierungslücke.Die ich aber nicht in ihrem Ausmass gekannt habe.

In beiden Fällen, Biorender und Wärmering, wurde ihre Informationspolitik kritisiert. Im Fall Frauenfeld haben Sie nachweislich aktiv Informationen zurückbehalten. Würden Sie heute anders kommunizieren?Ich würde heute vermutlich gleich handeln. Die Stadt als Minderheitsaktionärin hatte nicht unbedingt das Recht, von sich aus zu kommunizieren. Betriebsinterne Informationen gehen vielleicht die Exekutiven etwas an, allenfalls die Parlamentskommission, aber nicht die Zeitungen.

Zeitungen vertreten die Interessen der Öffentlichkeit. Es scheint aber ein grundsätzliches Problem zu geben: Wenn sich Gemeinwesen an Aktiengesellschaften beteiligen, bindet das Politiker in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit zurück.Das liegt in der Natur der Sache. Solche Projekte kann man fast nicht entwickeln, ohne eine gewisse Geheimhaltung. Aber es gibt ja auch in öffentlichen Institutionen eine Geheimhaltung - über das Amtsgeheimnis.

Im Fall Frauenfeld haben Sie aber auch den Stadtrat und die Gemeinderatskommission nicht genügend informiert, obschon Sie laut der Administrativuntersuchung schon früh über die Probleme Bescheid wussten.Dort habe ich möglicherweise zu wenig oder zu spät informiert. Ich muss dabei aber betonen: Ich wusste damals nicht alles, was ich jetzt weiss.

Sie meinen die falschen Buchungen, die von Stadtwerk gemacht wurden.Ja. Mein Fehler war, dass ich nicht im Verwaltungsrat der Wärme Frauenfeld AG Einsitz nahm. Meine Empfehlung ist, dass Exekutivmitglieder bei heiklen Geschäften selber in den Verwaltungsrat gehen und selber entscheiden, was sie der Öffentlichkeit, der Kommission und der Exekutive preisgeben.

Dass es finanzielle Probleme gab in Frauenfeld, war Ihnen vor der Abstimmung über einen zweiten Rahmenkredit für das Energiecontracting bekannt. Sie haben aber geschwiegen. Verstehen Sie Stimmbürger, die der Meinung sind, sie seien hinters Licht geführt worden?Der Bezirksrat hat anders entschieden und eine Stimmrechtsbeschwerde abgewiesen. Frauenfeld war nie ein übergrosses Risiko, verglichen mit den Rahmenkrediten im Energiecontracting von 40 respektive 70 Millionen. Und wir haben generell entschieden, nicht über laufende Projekte zu informieren. Natürlich wird es immer Leute geben, die finden, sie hätten etwas früher wissen müssen. Aber es ist doch letztlich so, dass es der ganzen Firma, dem ganzen Energiecontracting gut gehen muss.

Trotzdem: Der Stadtrat hat Ihnen im letzten Juli die politische Kontrolle über Stadtwerk entzogen. Ihre Partei sprach damals von einer Vorverurteilung. Sehen Sie das genauso?Es ist klar eine Vorverurteilung passiert. Der Stadtrat hat Entscheide gefällt, zu einem Zeitpunkt, als er erst einen provisorischen Bericht vorliegen hatte.

Die Grünen sagten auch, die Massnahmen gegen Sie seien zu hart. Einverstanden?Ich würde sagen, der Vergleich mit Filippo Leutenegger in Zürich sagt diesbezüglich viel (Beim Bau eines Logistikzentrums der Stadt Zürich wurde eine massive Kostenüberschreitung lange verheimlicht, alle Involvierten behielten ihre Funktion, Anm. der Redaktion).

Nachdem der definitive Bericht der Administrativuntersuchung da war, wurden Sie gedrängt, früher, als sie wollten, zurückzutreten. Wie fühlen Sie sich vom Stadtrat behandelt?Da will ich keine Auskunft geben.

Gab es eine offizielle Verabschiedung?Ja. Und die war gut. Es waren um die 50 Leute da. Eines der letzten Lieder, das ich abspielen liess, war von Edith Piaf: «Non, je ne regrette rien». Ich bin der Überzeugung, mein Job war es, für eine möglichst grüne Energieversorgung zu sorgen, und das habe ich auch gemacht. Die NZZ hat mir einmal vorgeworfen, ich sei dogmatisch. Da hatte sie letztlich recht. Letztlich ist das Dogma für diesen Planeten Klimaschutz zu betreiben.

An Ihren hehren Zielen hat nie jemand gezweifelt, nur an der Wahl der Mittel.Die Ziele sind ja auch klar: 1 Tonne CO2 und 2000 Watt, so wurde es in einer Volksabstimmung bestätigt. Es braucht viel Hartnäckigkeit, vielleicht sogar Starrsinn, um dieses Ziel zu erreichen. Für gewisse Leute bin ich wohl zu hartnäckig gewesen.

Ihre Amtszeit dokumentiert auch eine Entwicklung. Mit der Energiewende sind die Werkvorsteher von Verwaltern zu Unternehmern geworden. Das Risiko, politisch zu straucheln, ist ungleich grösser.Das stimmt. Aber mir hat dieser Wandel auch gefallen. Wenn man isoliert das politische Risiko anschaut, bin ich vielleicht etwas zu lange in dem Departement geblieben. Ich hätte nach acht Jahren wechseln können, bin aber aus Verantwortung gegenüber Biorender geblieben. Das wäre mir sonst wie eine Flucht vorgekommen.

Wenn wir nach Ihrer persönlichen Bilanz fragen, was sind Ihre Höhepunkte in den elf Jahren?Sicher die Fusion von Forstbetrieb und Stadtgärtnerei zu Stadtgrün. Das ist mein Vermächtnis. Wir konnten so Kosten einsparen und trotzdem viele niederschwellige Arbeitsplätze erhalten. Dann auch die acht gewonnenen Volksabstimmungen. Ich nehme das Wort Stolz nicht gerne in den Mund, weil ich ein bescheiden bin, aber auf diese Abstimmungen bin ich stolz. Bei Stadtbus gab es gleich zwei Highlights, das Zusammenlegen der Busdepots und dass wir eine topmoderne Trolleybus-Flotte haben. Ein grosser Erfolg war auch der Klimafonds, mit dem wir zwar keine Grossprojekte, aber kleine Entwicklungen fördern können. Es ist ein Beitrag an die Energiewende, dorthin, wo sonst der «Schnauf» fehlen würde.

Und ihre Tiefpunkte?Die Busbevorzugung zum Beispiel, die geht zu langsam voran, wie auch der ZVV bemängelte. Was mich zudem frustriert hat, ist, dass ich Stadtwerk Winterthur nicht verselbstständigen konnte. Auch wenn ich wusste, dass das schwierig würde.

Warum plädieren Sie für eine Verselbstständigung?Es wäre eine konsequente Antwort auf viele der angesprochenen Probleme. Man muss ein Stadtwerk ähnlich wie ein Unternehmen führen. Es braucht eine Flexibilisierung, andere rechtliche Bedingungen. Man müsste zum Beispiel Reservekapital, das man mit Gas verdient hat, für einen anderen Energieträger einsetzen können, um voranzukommen. Ein Teil meiner Frustration ist, dass man solch komplexe Themen in der Politik kaum mehr vermitteln kann. Naturwissenschaftliche Zusammenhänge interessieren viele Leute nicht oder nicht mehr, weil es ihnen zu kompliziert erscheint.

Nun haben aber ausgerechnet die bürgerlichen Parteien die Verselbstständigung gestoppt. Ist das politischer Opportunismus?Es ist paradox. Aber es ist wohl eher Pragmatismus. In der delikaten Situation heute ist eine Verselbstständigung nicht machbar, sie fände schlicht keine Mehrheit.

Wäre eine Teilverselbstständigung denkbar, zum Beispiel des Energiebereichs?Nein, das denke ich nicht. Die Stärke in Winterthur ist das Querverbundsunternehmen. Energie kann Strom bedeuten, Gas und warmes Wasser. Und das Glasfasernetz ist wie ein siamesischer Zwilling dazu. Die Wasserversorgung vom Gas abzukoppeln macht wenig Sinn. Fast in jeder Stadt ist das eine Einheit, ausser in Zürich, das ja aber viel grösser ist.

«Ein Teil meiner Frustration ist, dass man komplizierte Themen in der Politik kaum mehr vermitteln kann.»

Matthias Gfeller

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Was empfehlen Sie nun Ihrem Nachfolger?Nicht gleich an eine Verselbstständigung zu denken und erst einmal zu konsolidieren. Dann aber auch das geniale Projekt Aquifer im Neuwiesenquartier wieder aufzugreifen. Das duldet keinen langen Aufschub.

Und sonst?Er oder sie sollte unbedingt einen guten Draht pflegen zum Zürcher Verkehrsverbund. Es gibt im positiven Sinne noch ein paar kreative Lösungen in Winterthur, die man vorantreiben kann, und die ich auf speziellen Wunsch auch erläutern würde.

Die Chancen stehen nun ja gut, dass die Grünen den Stadtratssitz halten können. Sie waren der erste Grüne Stadtrat überhaupt in Winterthur. Wäre das eine Genugtuung?Ich bin auch Gründer der «originalgrünen» Partei in Winterthur, das würde mich also sehr freuen. Wenn man sich die politische Zusammensetzung der Exekutiven in Schaffhausen, Luzern oder St. Gallen anschaut, sieht man, wie Städte konstruktiv und zukunftsorientiert regiert werden können. Es braucht dazu auch kleinere Parteien.

Ist Ihre politische Laufbahn vorbei?Das weiss ich noch nicht. In einer Exekutive schon. Ich würde gerne zurück in die Baurekurskommission, das hängt aber vom Kantonsrat ab, und es ist auch nicht nächstens ein Sitz frei. Wenn ich mich nochmals für ein Parlament aufstellen liesse, dann sicher nicht für jenes in Bern, auch wenn ich dort bei meinem Bruder übernachten könnte.

Vor Jahren haben Sie mir erzählt, dass Sie nach der Pension die Grünen mit der GLP wieder zusammenzuführen wollen. Nun sind Sie zwar noch nicht pensioniert, aber wird der Plan jetzt aktuell?Wenn ich von beiden Seiten gebeten würde, würde ich mir das überlegen. Von mir aus unternehme ich aber nichts. Die Parteien haben sich seit meinem Votum auseinandergelebt.

Sie müssten ja nicht mehr arbeiten. Wollen aber noch. Was haben Sie für Pläne?Früher habe ich mit meiner Firma Geodata Gfeller ja als GIS-Dienstleiter gearbeitet. Dieser technologische Zug ist aber abgefahren. Ich werde nun einen neuen Fokus suchen und als raumplanerischer Berater tätig werden, vielleicht mit dem Schwerpunkt Energie und Entsorgung. An der Universität St. Gallen habe ich eine entsprechende Weiterbildung angefangen. Auf jeden Fall will ich primär selbstständig erwerbend sein – ich bin ein zu unabhängiger Kopf. Es ist für mich auch nie ganz einfach gewesen, zu 100 Prozent nur Politiker zu sein.

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