Lindau

Gemeinde «übergibt» neuen Kunstrasen

Auf dem Sportplatz Grafstal befindet sich seit dem letzten Herbst ein Spielfeld mit Kunstrasen. Am Samstag wurde es nun eingeweiht.

Symbolische Schlüsselübergabe mit (von rechts) Gemeindepräsident Bernard Hosang, Marco Nuzzo, Präsident FC Kemptthal, und Heinz Lieberherr, Liegenschaftsverwalter.

Symbolische Schlüsselübergabe mit (von rechts) Gemeindepräsident Bernard Hosang, Marco Nuzzo, Präsident FC Kemptthal, und Heinz Lieberherr, Liegenschaftsverwalter. Bild: Nathalie Guinand

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Der Schlusspfiff ertönt auf dem Sportplatz Grafstal. Nachdem die EB-Junioren des FC Kemptthal bereits ein Saisonspiel ausgetragen haben, waren nun die EA-Junioren an der Reihe. Die Spiele fanden auf dem neuen Kunstrasenfeld statt, welches erst seit dem letzten Herbst in Betrieb ist. Der Kunstrasen bildete nicht nur die Grundlage für diese ­Spiele, sondern auch für die ­anschliessende Ansprache des ­Lindauer Gemeindepräsidenten Bernard Hosang. Kurz vor Mittag wendet er sich gut gelaunt die anwesenden Gäste: «Ich begrüsse sie zur offiziellen Einweihung unseres neuen Kunstrasens, um den uns wohl viele andere Gemeinden beneiden.» Anschliessend bedankt er sich bei der verantwortlichen Projektgruppe.

Schlüsselübergabe

Der FC Kemptthal hat zur Einweihung des Kunstrasens bereits ein internes Fest gefeiert. Heinz Lieberherr, Liegenschaftsver­wal­ter und Mitglied der Projektgruppe, erklärt den Zweck der ­erneuten Einweihung: «Sie stellt die offizielle Übergabe des Spielfelds von der Gemeinde an die Vereine und Schulen dar.» So geschieht es dann auch: Symbolisch übergibt Hosang den Schlüssel für den Platz an den Fussballklub.

Das alte Spielfeld war laut Lieberherr in einem schlechten Zustand: «Das Feld glich eher einem Acker. Ausserdem kann man Naturrasen zwischen Oktober und März eigentlich gar nicht benutzen.» So musste der FC Kemptthal rund 30 bis 40 Trainings und acht bis zehn Spiele pro Jahr absagen oder verschieben. Damit ist nun endgültig Schluss.

Positives Feedback

Das weiss auch Marco Nuzzo, Präsident des FC Kemptthal, zu schätzen: «Wir konnten beinahe den ganzen Winter über durchtrainieren.» Einzig im Januar sei der Platz rund zwei Wochen lang zugefroren gewesen. Technisch kommt die Plastikunterlage den Fussballspielern ebenfalls entgegen. «Sie sorgt für ein schnelleres Spiel. Wenn der Platz nass ist, verstärkt sich dieser Effekt sogar noch», erklärt Nuzzo. Zudem sei ein Kunstrasen besser für Trainingsübungen geeignet, da er im Gegensatz zu einem Naturrasen eben ist. Dementsprechend fiel laut Nuzzo auch das Feedback der Spieler aus: «Ich erhielt durchwegs positive Rückmeldungen.»

Den Kunstrasen hat man beim Bau mit einer Entwässerungs- und Bewässerungsanlage versehen. Er befindet sich auf dem hinteren Spielfeld des Sport­platzes, da es dort schattiger und kühler ist. Das ist laut Lieberherr auch wichtig: «Die Plastikunterlage wärmt sich extrem schnell auf. Deshalb muss man ihn auch bewässern.» Das Spielfeld verfügt über eine Beleuchtung und ist zudem von einem sechs Meter hohen Zaun umgeben, da es lediglich für Schulanlässe und Vereinszwecke genutzt werden soll.

Budget eingehalten

Gekostet hat das Projekt rund 1,69 Millionen Franken. Das Lind­auer Stimmvolk bewilligte im Juni 2015 eine Beteiligung der Gemeinde in der Höhe von 1,5 Millionen Franken. «Wir konnten das Budget problemlos einhalten», sagt Hosang. Im Abstimmungskampf wurde der Fussballklub von anderen Vereinen aus Lindau unterstützt, die den Platz nun ebenfalls benutzen dürfen.

Für höhere Ligen sei das Spielfeld zwar nicht zugelassen. Hosang betont jedoch zum Abschluss seiner Rede: «Falls die Challenge League hier jemals ein Thema wird, setze ich mich nötigenfalls persönlich für diese Zulassung ein.» Ob es je so weit kommen wird, bleibt jedoch fraglich.

Einen wichtigen Punkt hat der Gemeindepräsident in seiner Ansprache noch vergessen: Zum Abschluss gibt es Wurst, Brot und Getränke für alle — offeriert von der Gemeinde. Nachdem Lieberherr die Anwesenden doch noch informierte, nutzten sie das grosszügige Angebot dann auch rege. (Der Landbote)

Erstellt: 07.05.2017, 18:15 Uhr

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