Neftenbach

Gemeinde will auf Solarstrom setzen

Auf dem Werkhof in Neftenbach wird Strom mithilfe der Sonne produziert. Dieses Jahr will die Gemeinde weitere Fotovoltaikanlagen installieren.

Die neue Solaranlage auf dem Dach des Werkgebäudes umfasst 119 Quadratmeter.

Die neue Solaranlage auf dem Dach des Werkgebäudes umfasst 119 Quadratmeter. Bild: Marc Dahinden

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Etwa neun Prozent der 2250 Privathaushalte in Neftenbach können durch Solarstrom versorgt werden, wenn man von einem jährlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden ausgeht. Dies sagt Liegenschaftssekretär Peter Leu. Der Sonnenstrom wurde bis September letzten Jahres von 62 Solaranlagen produziert, meist auf privaten Häusern. Doch dann ging auch ein erstes grösseres Sonnenkraftwerk auf einem Gebäude der Gemeinde in Betrieb. Die 119 Quadratmeter grosse Anlage befindet sich auf dem Dach des Werkhofs und verfügt über eine Leistung von 21,9 Kilowatt.

Dass sie gebaut wurde, hängt mit einem Beschluss der Gemeindeversammlung im November 2017 zusammen. Dannzumal wurde für den Bau von Solaranlagen ein Kredit von 300 000 Franken bewilligt. Die Sonnenanlage auf dem Werkdach, die seit dem 13. September in Betrieb ist, kostete rund 39 500 Franken.

Die Stromproduktion der Solaranlagen nimmt in den Win­termonaten natürlicherweise jeweils ab. Je weniger Sonnenstrahlen, desto weniger Strom. Momentan produziert die Anlage auf dem Werkdach etwa zehn Prozent Strom. Laut Berechnungen der Gemeinde soll der tiefe Wert noch bis Februar andauern. Wenn dann die Tage heller und länger werden, wird die Stromerzeugung wieder steigen.

Von den bewilligten 300 000 Franken ist noch einiges an Geld übrig. Es gibt laut Peter Leu ja auch noch viel Potenzial für die Nutzung von Sonnenenergie. Viele der grossen Dachflächen sind noch frei.

Als Nächstes plant die Gemeinde dieses Jahr eine Anlage auf dem Dach des Gemeindehauses. Doch auch auf dem Schulhaus Auenrain sind Leu zufolge Solarmodule vorgesehen. Wann diese installiert werden, sei allerdings noch unklar. Denn: Bis zu welchem Zeitpunkt der Kredit aufgebraucht werden soll, wurde nicht festgelegt.

Das noch verfügbare Potenzial will Neftenbach auf jeden Fall nutzen und dabei ausserdem eine Vorbildfunktion einnehmen. So soll etwa auch das Gewerbe mit seinen eher grossen Dachflächen für Solarstrom begeistert werden.

Man bleibt abhängig

Nicht nur die Gemeinde, auch viele Privathaushalte setzen derweil immer häufiger auf den ­eigens produzierten Solarstrom. «Damit bleibt man in der Regel aber dennoch vom Stromnetz abhängig», sagt Noël Graber, Mediensprecher der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich. Wenn man auf dem eigenen Dach eine Fotovoltaikanlage installiere, könne damit meist nur ein Teil des Strombedarfs gedeckt werden. Man muss Strom vom Netz beziehen. Im Gegenzug fliesse der Überschuss der Sommer­monate ins Netz zurück. Dieser Strom werde dann mit der nächsten Rechnung rückvergütet.

Eine andere Variante, sich möglichst unabhängig zu machen, sei die Optimierung des Eigenverbrauchs. «Mit intelligenten Steuerungssystemen lassen sich heute beispielsweise die Wärmepumpe oder der Boiler so steuern, dass sie immer dann laufen, wenn die Solaranlage besonders viel Strom produziert», sagt der EKZ-Mediensprecher.

Immer mehr Kunden, die sich für eine Solaranlage entscheiden, installieren zudem eine Speicherbatterie. Das heisst, der überschüssige Solarstrom, der tagsüber produziert wird, kann dann abends, wenn die Sonne nicht mehr scheint, verbraucht werden. ()

Erstellt: 11.01.2019, 10:20 Uhr

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