Winterthur

Georgische Diebesbande in Winterthur verurteilt

In einem Fall von organisierter Kriminalität müssen alle vier Beschuldigten mehrere Jahre ins Gefängnis.

Kein alltäglicher Fall: In Winterthur wurde eine organisierte kriminelle Bande verurteilt.

Kein alltäglicher Fall: In Winterthur wurde eine organisierte kriminelle Bande verurteilt.

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Das Winterthurer Bezirksgericht hat vier Mitglieder einer georgischen Diebesbande wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls schuldig gesprochen. Die drei Männer müssen für 40 Monate ins Gefängnis, die mehrfach vorbestrafte Frau für 52 Monate. Sie gilt als Kopf der Bande.

Anschliessend werden sie für sieben Jahre des Landes verwiesen. Das Gericht folgte beim Urteil in weiten Teilen den Anträgen der Zürcher Staatsanwaltschaft II für organisierte Kriminalität.

Die Beschuldigten wurden aus vier unterschiedlichen Zürcher Gefängnissen zum Bezirksgericht gebracht. Nach der Urteilseröffnung schimpften sie auf georgisch gegen das Verdikt. Bereits während des ersten Prozesstages vor zwei Wochen fielen sie mit Zwischenbemerkungen auf, der Vorsitzende des Dreiergerichts musste sie mehrmals zur Ordnung rufen.

Videos und Polizei-Aussagen

Die Banden-Mitglieder hatten im grossen Stil Waren gestohlen sowie Autos und Häuser ausgeräumt, unter anderem im Raum Winterthur. Zudem verfügten sie über eine Wohnung in Rorbas.

Die Beweislast vor Gericht war erdrückend, die vier Pflichtverteidiger blieben deshalb chancenlos. So existieren unter anderem Videoaufnahmen von Ladendiebstählen und sogenannte Wahrnehmungsberichte von Polizeibeamten. In einem Fall wurde an einem Fahrzeug der Bande ein Peilsender angebracht.

Mit Störsender ausgetrickst

Neben Ladendiebstählen und Wohnungseinbrüchen verschafften sie sich auch regelmässig Zugang zu Fahrzeugen. Dazu gingen sie immer gleich vor. Zuerst hielten sie in einem öffentlichen Parkhaus Ausschau nach Autos, in denen sie wertvolle Waren vermuteten. Wenn die Opfer ihre Autos verliessen, setzten die Beschuldigten einen Störsender ein, um das elektronische Verriegeln des Fahrzeugs zu verhindern. Merkten die Betroffenen nichts, konnten sie sich anschliessend in aller Ruhe um den Inhalt des Autos kümmern.

Solche Störsender, auch Jammer genannt, sind in der Schweiz erst seit letztem Jahr ganz verboten. Mit ihnen lassen sich grundsätzlich auch Alarm- und Ortungssysteme oder der Mobilfunk stören.

Die Frau und die drei Männer können das Urteil des Winterthurer Bezirksgerichts ans Zürcher Obergericht weiterziehen.

Erstellt: 25.09.2019, 09:07 Uhr

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