Seuzach

Haushohes Ja zur Modernisierung

Das Alterszentrum im Geeren kann saniert und ausgebaut werden. Mit hoher Stimmbeteiligung nahmen alle zwölf Zweckverbandsgemeinden den 49-Millionen-Kredit an.

Mit den vorhandenen Plätzen könne das AZiG seinen Bedarf in Zukunft nicht mehr decken, sagen die Verantwortlichen.

Mit den vorhandenen Plätzen könne das AZiG seinen Bedarf in Zukunft nicht mehr decken, sagen die Verantwortlichen. Bild: Madeleine Schoder

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Überaus deutlich hat der Souverän des Zweckverbands des Alterszentrum im Geeren in Seuzach (AZiG) gestern Ja zur Erweiterung und Teilsanierung des Alterszentrums gesagt: Den Baukredit von 49,15 Millionen Franken hiessen 85,5 Prozent der 14 472 eingegangenen gültigen Stimmzettel gut. In absoluten Zahlen wurden 12 369 Ja- und 2103 Nein-Stimmen in die Urne gelegt. Die Stimmbeteiligung lag bei 58,5 Prozent.

«Ein Vertrauensbeweis»

Kurt Roth, Präsident der Betriebskommission des AZiG, zeigte sich überwältigt vom klaren Entscheid des Souveräns. «Die deutliche Annahme des Baukredits hat meine Erwartungen übertroffen.» Das gute Ergebnis sei ein Vertrauensbeweis, für welchen er der Stimmbevölkerung danken wolle.

«Damit findet der lange Planungsweg dieses Vorhabens einen erfolgreichen Abschluss.»Jürg Allenspach, Präsident der Delegiertenversammlung des Zweckverbands

Mit «sehr grosser Freude und Genugtuung» nahm auch der Präsident der Delegiertenversammlung des Zweckverbands, Jürg Allenspach, vom guten Abstimmungsergebnis für das Ausbauprojekt Kenntnis. «Damit findet der lange Planungsweg dieses Vorhabens einen erfolgreichen Abschluss.» Der Entscheid sei eine Wertschätzung für den Einsatz aller Beteiligten, so Allensprach. Geschäftsleitung, Mitarbeitende, Betriebskommission sowie die Delegierten hätten dem Erneuerungsprojekt mit konstruktiven, teils auch kritischen Überlegungen zum Durchbruch verholfen und so eine kostenbewusste und zweckmässige Lösung ermöglicht.

Nun erhalte das AZiG eine konkurrenzfähige Struktur im sich schnell wandelnden Alterssegment des Gesundheitsmarkts. «Das eindeutige Resultat – in der selben Dimension wie schon der Projektierungskredit – freut mich sehr», sagte gestern auch Urs Müller, Geschäftsführer des AZiG.

Neftenbach obenaus

Sämtliche zwölf Gemeinden haben den Baukredit angenommen. Die höchste Zustimmung erhielt das Projekt jedoch in Neftenbach, mit 90,2 Prozent, gefolgt von Rickenbach mit 88,5 Prozent und Wiesendangen mit 86,6 Prozent. Die niedrigste Zustimmung erfolgte in Ellikon an der Thur (60,9 Prozent), das aus geografischen Gründen aus dem Zweckverband austreten will.

Das zweitschlechteste, aber immer noch klar befürwortende Ergebnis hat die Gemeinde Seuzach eingefahren. Dort legten 2434 Stimmberechtigte ein Ja und 508 ein Nein in die Urne, was einer Zustimmung von 82,7 Prozent entspricht. Die höchste Stimmbeteiligung erfolgte mit 68,7 Prozent in Dättlikon.

Umbau ab 2019

Mit der gestrigen Abstimmung geht eine zehnjährige Planungszeit zu Ende. Vorbehältlich der Baubewilligung durch die Gemeinde Seuzach – das Baugesuch wurde im Dezember 2017 eingereicht –  wird das Alterszentrum ab 2019 für die Dauer von vier Jahren umgebaut. Dabei soll es von 134 auf 174 Altersheim- und Pflegeplätze aufgestockt werden. Zu den bestehenden beiden Gebäuden wird ein neuer viergeschossiger Trakt mit 78 Zimmern für 104 Bewohner erstellt.


Mit der gestrigen Abstimmung geht eine zehnjährige Planungszeit zu Ende. 

Im Zuge der Teilsanierung der bestehenden Trakte sollen Räume für Therapie und zur Schulung des Personals wie auch ein geschützter Gartenbereich für Demenzkranke entstehen. Das Tagesheim wird ins Erdgeschoss des Traktes A verlegt, in dem sich weiterhin auch der Empfang befindet.

(Der Landbote)

Erstellt: 04.03.2018, 17:42 Uhr

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