Seuzach

«Ich war von Beginn an das Gesicht der Sonne»

Seit gut einem Jahr führt Investor Stephan Jäger das Hotel-Restaurant Sonne in Seuzach. Nun hat er das Gastwirt-Patent erhalten.

Stephan Jäger ist zugleich Investor und Geschäftsführer im Restaurant Sonne in Seuzach.

Stephan Jäger ist zugleich Investor und Geschäftsführer im Restaurant Sonne in Seuzach. Bild: PD

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«Die Sonne ist aufgegangen», hiess es vor einem Jahr. Damals hat das Wirte-Paar Monika und Stephan Jäger das Hotel-Restaurant im Herzen von Seuzach eröffnet. Beide sind von Anfang an Inhaber und Geschäftsführer des Betriebs. Für Stephan Jäger als Investor und ehemaliger Topbanker kam das nicht ganz freiwillig: «Die Idee war ursprünglich, dass ich eher strategisch tätig sein werde und die operative Leitung delegiert wird.» Der potenzielle Geschäftsführer war noch vor der Eröffnung abgesprungen. Das bestehende Team, mit Jeffrey Landolt als erfahrenen Restaurantleiter, bildete von Anfang an die Basis.

Präsent im Restaurant

Landolt hatte zuvor den Löwen in Winterthur und die Carmennahütte in Arosa geführt. «Am Anfang hatte ich noch wenig Gastroerfahrung», sagt Jäger. Jeffrey Landolt hingegen brachte das notwendige Rüstzeug bereits mit. Deshalb lag es nahe, dass Landolt im Patent eingetragen wurde. Nun hat Stephan Jäger das Patent auf sich selbst umschreiben lassen. Weshalb erst ein Jahr nach der Eröffung? Anfangs sei noch nicht klar gewesen, wie sehr er präsent sein werde. «Doch ich war von Beginn an das Gesicht der Sonne.» Dass er nun das Wirte-Patent habe, sei eigentlich reine Formsache. «Dadurch ist man die primäre Ansprechperson wenn es beispielsweise Kontrollen gibt.» Da er nun sowieso viel Zeit im Betrieb verbringe, mache das einfach Sinn. «Wir haben die Formalität der Realität angepasst.»

«Ferien macht in Seuzach keiner.»Stephan Jäger

Von Anfang an ist jedoch geplant gewesen, aus dem Restaurant auch eine Musikbar zu machen. «Wir haben ein Element gesucht, welches Menschen verschiedenster Herkunft verbindet.» Für ihn sei das entweder Musik oder Teamsport. «Es ist einfacher in einem Lokal Musik zu machen als beispielsweise Fussball zu spielen», sagt Jäger schmunzelnd.

Die Nähe zu Winterthur

Nicht nur zum Gaumenschmaus, auch für eine gemütliche Nacht, zieht es Gäste in die Sonne. Zwischen 1,5 und 1,7 Tage bleiben sie im Schnitt. «Ferien macht in Seuzach keiner.» Zur Hotelkundschaft zählen unter der Woche vor allem Geschäftsleute, welche die Nähe zu Winterthur schätzen. Auch kulturelle Anlässe sind ein Grund für eine Übernachtung in Seuzach: «Die Musikfestwochen oder das Albanifest ziehen die Leute an den Wochenenden an.»

Den Betrieb zu führen sei eine Herausforderung, bereite aber auch Freude. Vor allem geniesse er den Kontakt zu den Kunden: «Wir sind glücklich eine Kundschaft zu haben, die so positives, kritisches und ehrliches Feedback gibt.» Dass Seuzach gleichzeitig Wohn- und Arbeitsort für ihn ist, sei schon ungewohnt gewesen. «Früher habe ich mich beruflich eher diskret bewegt.» Mit der Sonne sei das nun nicht mehr so einfach: «Man gerät automatisch mehr ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit.»

(Der Landbote)

Erstellt: 28.10.2018, 17:52 Uhr

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